Sprechen mit Gott und der Welt – Formen und Funktionen historischer Inschriften am Beispiel der Stadt Rostock

Beim Betreten jeder Kirche und vieler Museen werden Besucherinnen und Besucher sogleich auf historische Inschriften aufmerksam, die auf Grabmälern, Kirchenwänden, Kanzeln, Glocken und Kelchen, aber auch auf Gemälden, Textilien, Waffen und Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs sowie an Gebäudefassaden angebracht wurden. Diese Texte sind in historischen Sprach- und Schriftformen ausgeführt, die ohne besondere Kenntnisse nicht lesbar oder gar verständlich sind; zudem sind sie oftmals nur schlecht erhalten. Der Vortrag wird zum einen das laufende Projekt zur Erfassung der Rostocker Inschriften vorstellen und zum anderen beispielhaft aufzeigen, warum sich die Mühe lohnt, diese besonderen Quellen zum Sprechen zu bringen: Sie überliefern nahezu alles, was Menschen ihrer Mit- und Nachwelt oder Gott mitzuteilen wünschten, und vermitteln somit authentische zeitgenössische Vorstellungen: von Leben, Tod und Jenseits, von sozialer, kirchlicher und wirtschaftlicher Ordnung und von gesellschaftlicher Repräsentation.

Dr. Christine Magin ist seit 2002 Leiterin der Arbeitsstelle Inschriften (Akademie der Wissenschaften zu Göttingen) an der Universität Greifswald.

Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Annika Bostelmann
Arbeitskreis mediävistischer NachwuchswissenschaftlerInnen
Universität Rostock
Institut für Germanistik
Tel.: +49 381 498-8776
annika.bostelmannuni-rostockde
Web: www.mediaevistik.uni-rostock.de

Veranstaltungsort

  • Foyer des Rostocker Rathauses (Neuer Markt 1)

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