Ausstellung "Menschen - Wissen - Lebenswege"

Ein Projekt der Universität Rostock in Kooperation mit der Hansestadt Rostock und dem Kulturhistorischen Museums Rostock im Rahmen des Doppeljubiläums 2018/2019.

Ausstellungsort: Kulturhistorisches Museum Rostock, Klosterhof 7, 18055 Rostock

Ausstellungszeitraum: Juni bis November 2019

Die Idee

Die Universität Rostock ist die älteste Universität im Ostseeraum. Gegründet wurde sie 1419 um den wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Akademikern und Führungskräften im Hanseatischen Raum zu decken. Die Stadt Rostock, zu Beginn des 15. Jahrhunderts auf der Höhe ihrer wirtschaftlichen Macht, übernahm im Interesse des Städtebundes der Hanse die Aufgabe, eine Universität einzurichten.

600 ereignisreiche Jahre Rostocker Universitätsgeschichte gilt es in einem würdevollen und ansprechenden Rahmen zu präsentieren. Die Universität Rostock und das Kulturhistorische Museum Rostock planen dazu eine gemeinsame Ausstellung im ehemaligen Kloster zum Heiligen Kreuz. Auf über 800 m2 Ausstellungsfläche werden die Schätze der Universität sowie spektakuläre Leihgaben aus dem In- und Ausland gezeigt.

Die Ausstellung wird dabei vor allem Biografien von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitern aus Vergangenheit und Gegenwart in den Blickpunkt rücken. Wer waren die Menschen, die nach Rostock kamen, um hier zu lernen, zu lehren und zu forschen? Wie und wo lebten sie in der Hansestadt und welches Wissen und welche Erfahrungen trugen sie von hier aus in die Welt? Anhand solcher Fragen präsentiert die Ausstellung Personengeschichten und gibt den vergangenen 600 Jahren ein Gesicht bzw. viele Gesichter aus denen im Ergebnis ein lebendiges Bild der Hochschule entsteht.

So war es bereits 1419 ein Zusammenspiel unterschiedlicher Motive und Charaktere, als die Mecklenburger Herzöge, der Bischof von Schwerin und die Rostocker Ratsherren gemeinsam die Gründung einer Universität in Angriff nahmen. Als zentrale Ausbildungsstätte der Hanse wurde die Universität rasch zu einer Schnittstelle des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens im Ostseeraum und zog so zahlreiche Studenten aus den Niederlanden, Skandinavien und dem Baltikum an. Namenhafte Gelehrte machten Rostock mit ihren weit gespannten Netzwerken um 1600 zu einem der wichtigsten geistigen Zentren Nordeuropas, das „Wittenberg des Nordens“. Auch nach dieser Blütezeit war und ist die Hochschule prägendes Element zahlreicher bemerkenswerter Biografien. Die Ausstellung will dieses vielseitige Panorama der Universitätsgeschichte einfangen und im Jubiläumsjahr in Erinnerung rufen.

Zudem sind ein umfangreiches Begleitprogramm, sowie kleinere Ausstellungen in Außenstandorten wie der Schatzkammer des Universitätsarchivs und im Krummen Haus Bützow geplant.