Aktuelles

Was das Projekt bewegt

Siegerehrung Fotowettbewerb: "Hochschule für alle?!"

Platz 1: „6883/22“ von Julia Genschmer
Platz 2: „Buchstütze“ von Nina Sagemerten
Platz 3: „Beschränkungen überwinden“ von Ulrike Bruhn und Deike Ludwig

Am 24. Juli 2017 ehrte das Rektorat die Gewinnerinnen des Foto-Wettbewerbs, Julia Genschmer (1. Platz), Nina Sagemerten (2. Platz) sowie Ulrike Bruhn und Deike Ludwig (3. Platz). Mit der Preisverleihung macht die Universität Rostock auf das Thema Studieren und Arbeiten mit Beeinträchtigung aufmerksam. Der Wettbewerb wurde im Rahmen des diesjährigen Diversity-Tages vom Projekt Inklusive Hochschule ausgelobt.

„Inklusion an der Universität Rostock bedeutet, dass alle Hochschulangehörigen gleichberechtigt am Universitätsleben und in allen Bereichen des Hochschulalltags teilhaben“, erklärt der Rektor, Prof. Dr. Wolfgang Schareck. Der Foto-Wettbewerb „Eine Hochschule für alle“ hatte die Studierenden und Mitarbeitenden der Universität Rostock eingeladen, sich damit auseinanderzusetzen, wie eine Inklusive Hochschule aussehen kann. Mit der Preisverleihung würdigte das Rektorat die Wettbewerbsgewinnerinnen, die mit ihren Fotografien auf eindrucksvolle Weise dargestellt haben, welche Barrieren es gibt, aber auch wie diese abzubauen sind. Im Anschluss an die Preisverleihung haben sich die Preisträgerinnen gemeinsam mit der Hochschulleitung in das Buch der Vielfalt der Universität Rostock eingetragen.

Julia Genschmer, Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens, gewann mit ihrer Foto-Kollage „6883/22“ den 1. Platz: Das Bild zeigt ein verschwimmendes Gesicht, für das 44 Portraits von Studierenden der Universität Rostock übereinandergelegt wurden. Sie alle stellen in ihrer Vielfältigkeit einen Teil der Universität dar und repräsentieren die Hochschule in all ihren Facetten. „Es symbolisiert die Zugehörigkeit von uns allen, unabhängig davon, aus welchem Land wir stammen, welche Sprache wir sprechen, woran wir glauben oder welche körperlichen oder geistigen Einschränkungen wir haben“, erläutert Julia Genschmer.

Den 2. Platz belegt das Bild „Buchstütze“ von Nina Sagemerten, Fachreferentin in der Universitätsbibliothek Rostock: „Ich möchte zeigen, wie Inklusion bereits gelingt“. Ihr Beitrag zeigt die Gehhilfe einer Bibliotheksmitarbeiterin; das Wortspiel des Bildtitels kehrt das sonst übliche Verhältnis um: Menschen mit Behinderung müssen nicht nur gestützt werden, sondern werden selbst zur Stütze der Kolleg/inn/en und Bibliotheksbesucher/innen.

Den 3. Platz erhielten Ulrike Bruhn und Deike Ludwig, beide wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Philosophischen Fakultät im Bereich Sonderpädagogik. Auf ihrem Foto „Beschränkungen überwinden“ ist die Schranke im Eingangsbereich des Ulmencampus‘ zu sehen. „Wir möchten mit unserem Bild dazu beitragen, die vielfältigen sichtbaren und nicht sichtbaren Barrieren zu identifizieren und abzubauen. Wichtig ist uns dabei die Selbst-Reflexion, denn eine inklusive Haltung umfasst die Auseinandersetzung mit den Grenzen unserer Wahrnehmung.“ Auch die Mitglieder der Jury gratulieren herzlich: Prof. Dr. Eichler-Löbermann (Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement), Prof. Dr. Christoph Perleth (Beauftragter für behinderte und chronisch kranke Studierende), Prof. Dr. Katja Koch (Inklusionsbevollmächtigte M-V und Projektleitung Inklusive Hochschule), Beate Gierschner (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Inklusive Hochschule) und Dr. Kirstin Kastell (Geschäftsführerin Kommission für Chancengleichheit und Vielfalt). Der Wettbewerb fand im Rahmen des Deutschen Diversity-Tages statt, den die Charta der Vielfalt jährlich veranstaltet. Die Universität Rostock beteiligte sich dieses Jahr zum 4. Mal in Folge an dieser bundesweiten Aktion und ist seit 2009 Unterzeichnerin der Charta.

Kontakt

Das Projektteam

Prof. Dr. Katja Koch (Projektleitung, Telefon: 0381/498-2673)

Beate Gierschner (Telefon: 0381/498-2692)

Dr. Kirstin Kastell (Telefon: 0381/498-1042)

 

August-Bebel-Straße 28

18055 Rostock

inklusionuni-rostockde


Foto-Wettbewerb zum 5. Deutschen Diversity-Tag an der Universität Rostock

Eine Hochschule für alle?!

Im Rahmen des dies­jährigen Deutschen Diversity-Tages lobt das Projekt Inklusive Hochschule den Foto-Wettbewerb Eine Hochschule für alle?! aus. Mit dem Wettbewerb soll auf das Thema Studium mit Behinderung an der Universität Rostock aufmerksam gemacht werden. Die Wettbewerbsbeiträge sollen der Frage nach­gehen, wie eine Inklusive Hoch­schule aussehen kann: Was heißt selbst­bestimmte und selbstverständliche Teilhabe am Uni-Leben, was bedeutet ein Studium mit Beeinträchtigung, was ist Barrierefreiheit, und welche Ausgren­zungen und Barrieren gibt es? Die drei besten Bilder werden vom Projekt Inklusive Hochschule mit einem Bücher-Gutschein von 100 Euro (1. Preis), 50 Euro (2. Preis) und 30 Euro (3. Preis) prämiert. Einsendeschluss ist der 26. Juni 2017. Die Prämierung findet am 10. Juli 2017 um 13 Uhr im Rektorat statt.

Fragen und Wettbewerbsbeiträge richten Sie bitte an: inklusion@uni-rostock.de.

Ausführliche Ausschreibung und Teilnahmebedingungen (als pdf-Download)

 


Workshops zur Inklusiven Lehre

Im Rahmen des Projekts bieten wir Ihnen zwei Workshops zur Inklusiven Lehre:

- Barrierefreie Lehrmaterialien und Dokumente

- Barrierefreie Gestaltung von Lehrveranstaltungen, Lehrmaterialien, Sprechstunden und Prüfungen

Alle Informationen zu den Workshops sowie das Anmeldeformular finden Sie unter Workshops.

Gruppenarbeit während des Workshops
Gruppenarbeit während des Workshops
Teilnehmende im Gespräch mit Studierender
Teilnehmende im Gespräch mit Studierender

Umfrage Studium mit Behinderung an der Uni Rostock

Liebe Studierende und liebe Mitarbeitende der Universität Rostock,

rund 8% aller Studierenden (DSW, 2012) weisen Behinderungen und/oder chronische Erkrankungen auf, z. T. wird ihnen dadurch das Studium  erheblich erschwert. Allein an der Universität Rostock sind 1200 Studierende betroffen, das sind in jeder Veranstaltung (N=30) mindestens zwei Studierende. In 94 % der Fälle ist die Behinderung bzw. chronische Erkrankung  nicht sichtbar.

Um allen Studierenden die volle Teilhabe am Studium und die Chance auf einen erfolgreichen Studienabschluss zu ermöglichen, wurde Mitte 2016 das landesweite Projekt „Inklusive Hochschule“ ins Leben gerufen. Sein besonderer Fokus liegt auf der barrierefreien Gestaltung der Lehre. Dazu werden derzeit Möglichkeiten der Fortbildung und Beratung für Lehrende entwickelt, die sich speziell auf eine barrierefreie Gestaltung von Lehrveranstaltungen, Lehrmaterialien und Prüfungen beziehen.

In die Entwicklung dieses Angebotes möchten wir Sie einbeziehen. Daher bitten wir Sie, uns Ihre Erfahrungen und Wünsche im Rahmen einer Umfrage mitzuteilen. Die Teilnahme ist freiwillig; die Befragung und Auswertung erfolgen anonymisiert. Die Beantwortung wird ca. 15 Minuten in Anspruch nehmen. Sie können den Fragebogen jederzeit unterbrechen und später wieder fortsetzen.

Bitte beteiligen Sie sich bis zum 15.01.2017:

Fragebogen für Lehrende

Fragebogen für Studierende mit Behinderung/chronischer Krankheit

Fragebogen für Studierende ohne Behinderung/chronische Krankheit

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung! Das Team „Inklusive Hochschule“: Prof. Dr. Katja Koch, Dr. Kirstin Kastell, Beate Gierschner (Institut für Sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation).

Fragen und Anregungen zum Fragebogen bitte an inklusionuni-rostockde.


Einladung zum Workshop "Lehre für alle?! – Inklusive Lehre leicht gemacht"

Workshop zur barrierefreien Gestaltung von Lehrveranstaltungen, Lehrmaterialien, Sprechstunden und Prüfungen

Rund 8% aller Studierenden weisen Behinderungen und/oder chronische Erkrankungen auf. Diese sind zu 94 % nicht sichtbar, erschweren aber das Studium, mitunter erheblich. Lehrende können mit recht einfachen Mitteln wesentlich dazu beitragen, dass auch ein Studium mit Beeinträchtigung erfolgreich verläuft. Werden individuelle Belange von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankungen bereits im Vorhinein bei der Planung der Lehr- und Lernziele und -inhalte berücksichtigt, lassen sich Organisationsform, Vermittlungsmethoden und Formen der Wissensabfrage ohne große Mühe von Lehrenden anpassen. Der eintägige Workshop vermittelt Strategien der didaktischen Gestaltung von Lehre, Sprechstunden und Prüfungen, um den Lehr- und Lernerfolg für Sie als Lehrende als auch für Ihre Studierenden mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankungen zu erhöhen. Neben einem Einblick in verschiedene Krankheits- bzw. Beeinträchtigungsbilder und deren Auswirkungen auf die Wissensaufnahme und -reproduktion, werden den Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten der Konzeption, Planung und Durchführung von Lehre sowie Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, Beeinträchtigungen sensibel, aber leistungsorientiert zu begegnen. Im Weiteren stellt der Beauftragte für behinderte und chronisch kranke Studierende, Prof. Dr. Christoph Perleth, die Unterstützungsangebote der Universität Rostock und die praktische Umsetzung von Nachteilsausgleichen vor. Zudem berichtet eine Studentin über ihren Studienalltag mit Behinderung.

 

Inhalte:

·         Sensibilität für potentielle Belange von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen; Erkennen von und Wissen für den Umgang mit individuellen Bedarfen von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung

·         Wissen über Auswirkungen von Behinderung und/oder chronischer Erkrankung auf  Lernprozesse und Wissens­wiedergabe sowie Sicherheit im Umgang mit Studierenden mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung

·         Kompetenz, Lehrangebote, Lehrmaterialien, Sprechstunden und Prüfungen barrierefrei zu konzipieren, zu planen und umzusetzen

·         Kennenlernen der Angebote und Strukturen der Universität Rostock zum Studium mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung


Arbeitsformen:

Impulsreferate, Diskussionen, Bericht aus der Perspektive einer Studentin mit Interview

Kursleitung: Dr. Birgit Rothenberg

Frau Dr. Rothenberg ist Rehabilitationswissenschaftlerin und leitet im Zentrum für Hochschulbildung der TU Dortmund den Bereich Behinderung und Studium (DoBuS). Sie verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Unterstützung behinderter und chronisch kranker Studierender sowie in der Fachberatung von Lehrenden. Seit langem gibt sie hochschuldidaktische Fortbildungen zum Thema Behinderung und Studium.

 

Termin: Donnerstag, 26.01.2017, 9 bis 16 Uhr

Zielgruppe: Lehrende der Universität Rostock

Veranstaltungsort: Beratungsraum, Schwaansche Straße 2, 18055 Rostock

Anmeldung bis 22.01.2017 unter: inklusionuni-rostockde

WeitereInformationen bei: Dr. Kirstin Kastell (Telefon: 0381/498-1042)

Maximale Teilnahmezahl: 15

Bitte melden Sie uns Assistenzbedarf und besondere Wünsche per Email oder Telefon.