Unser Workshop-Angebot

Parcours: Wie fühlt sich Behinderung an?

Behinderungen und/oder chronische Erkrankungen sind zu 94 % nicht sichtbar, erschweren aber den Besuch von Schule und Hochschule erheblich. Lehrende können mit recht einfachen Mitteln wesentlich zum Lernerfolg beitragen, indem sie die jeweiligen Fähigkeiten der Schüler*innen bei der Planung, Organisation und Durchführung von Lehrangeboten berücksichtigen. Doch wie ist es überhaupt, mit einer Mobilitätsbeeinträchtigung den Lehrort zu erreichen? Oder mit einer Hör- oder Sehbeeinträchtigung einem Vortrag zu folgen und mitzuschreiben? Oder sich mit einer Sprachbeeinträchtigung an Diskussionen teilzunehmen und sich verständlich zu machen?

Der 90minütige Workshop vermittelt einen Einblick, wie sich Behinderung anfühlt. Mit Simulatoren für verschiedene Formen von Behinderung werden verschiedene Stationen eines Parcours absolviert und müssen Situationen des (Studien-)Alltags bewältigt werden. Zur Verfügung stehen Simulatoren für Rückenleiden, Tremor, Tinnitus, Geh-, Seh-, Hör-, Sprechbeeinträchtigung und Alter. Durch das „Erleben am eigenen Leib“ wird ein tieferes Verständnis für Schwierigkeiten und vorhandene Barrieren sowie für individuelle Bedarfe von Menschen mit Beeinträchtigung entwickelt. In der anschließenden Reflexion in der Gruppe werten wir die Erfahrungen aus und diskutieren, was sich daraus für die (Berufs-)Praxis ableiten lässt.

Der Workshop richtet sich insbesondere an Lehramtsstudierende (insbesondere des Bereichs Sonderpädagogik), ist aber für alle Studierenden, Mitarbeitenden und Interessierte offen.

Inhalte:

  • Sensibilität für potentielle Belange von Lernende mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen
  • Wissen über den Umgang mit individuellen Bedarfen von Lernenden mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung

 Arbeitsformen:

Selbsterfahrung durch Übungen mit Simulatoren für verschiedene Arten von Behinderung, Gruppendiskussion

Kursleitung: N. N. (Diskriminierungsfreier Campus und Inklusive Hochschule)

Zielgruppe: Lehramtsstudierende (insbesondere des Bereichs Sonderpädagogik), Mitglieder von Prüfungsausschüssen und Mitarbeitende von Prüfungsämtern

Anmeldung: www.uni-rostock.de/universitaet/vielfalt-und-gleichstellung/barrierefreiheit/inklusive-hochschule/anmeldung/ oder inklusionuni-rostockde

Maximale Teilnahmezahl: 15

Bitte melden Sie uns Assistenzbedarf und besondere Wünsche per Email oder Telefon.

Workshop „Umgang mit psychischen Auffälligkeiten bei Studierenden“

Aufgrund der hohen Nachfrage sind Anmeldung nur noch per Email möglich bei Beate Gierschner (beate.gierschneruni-rostockde).

Unter den Studierenden mit Beeinträchtigung bilden diejenigen, die eine psychische Erkrankung aufweisen, die größte Gruppe (über 43 %). Die Erscheinungsformen psychischer Erkrankungen sind sehr unterschiedlich; zu ihnen zählen u. a. Depressionen, Neurosen, Psychosen, Schizophrenie, das Borderline-Syndrom, Suchterkrankungen sowie Angst- und Zwangsstörungen. Psychische Erkrankungen sind oft nicht sichtbar und somit für Lehrende kaum erkennbar. Zudem ist diese Form der Beeinträchtigung die am stärksten tabuisierte, sodass Studierende ihre Erkrankung aus Scham oder Angst vor Stigmatisierung zumeist verbergen. Die oft episodisch verlaufenden Erkrankungen verschlimmern sich häufig in stressigen Phasen wie Prüfungszeiten oder vor Abgabeterminen und während akuter Krankheitsschübe sind die Betroffenen kaum oder gar nicht studier- und prüfungsfähig. Hinzu kommt, dass die Einnahme von Medikamenten zu starken Nebenwirkungen wie Wesensänderung, Konzentrationsschwäche, Gedächtnis- und Schlafstörungen führen kann.

Der Workshop sensibilisiert für Anzeichen psychischer Erkrankung und zeigt Lehrenden Möglichkeiten auf, wie sie in ihrer Lehrrolle der darauf reagieren können: Wo ist der Unterschied zwischen schlechter Leistung und krankheitsbedingtem Leistungsabfall, wo zwischen Lebenskrise/ „normaler“ Prüfungsangst und einer Störung mit Krankheitswert? Welche Handlungsmöglichkeiten haben Lehrende und wo sind ihre Grenzen?

Inhalt/Input:

  • Studierende mit psychischer Erkrankung - Daten und Fakten
  • Was ist „normal“, was ist auffällig, was eine Störung mit Krankheitswert?
  • Grundlegende Einführung der Diagnosen Depression und Examensangst
  • Umgang mit psychisch belasteten Studierenden aus Sicht der Lehrenden
  • KRISE: Was tun bei suizidalen oder medizinischen Notfällen?

Arbeitsformen:

  • Impulsvorträge
  • Fallbeispiele aus der Praxis
  • Einzel- und Gruppenarbeit
  • Diskussionen und Erfahrungsaustausch

Zielgruppe: Mitarbeitende der Universität Rostock

Maximale Teilnehmerzahl: 15

Bitte melden Sie uns Assistenzbedarf und spezifische Fragen per Email oder Telefon.

Nachteilsausgleich für Studierende mit Beeinträchtigung (derzeit kein Termin)

Der Nachteilsausgleich ist ein Rechtsanspruch für Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit auf eine bedarfsgerechte Anpassung von Prüfungsbedingungen. Er soll nicht zu einer Übervorteilung oder Aufweichung von Leistungs­anforderungen führen, sondern Nachteile gegenüber den Studierenden ohne Beeinträchtigung beseitigen und damit chancengerechte Prüfungsbedingungen herstellen und eine Leistungserbringung ermöglichen. Doch wie lassen sich individuelle Bedarfe berücksichtigen und gleichzeitig Maßstäbe der Leistungsbewertung beibehalten? Welche Maßnahmen sind möglich und zulässig? Wie wirken sich Beeinträchtigungen überhaupt auf die Wissensreproduktion aus und welche Ansatz­möglichkeiten existieren?

Der halbtägige Workshop vermittelt rechtliche Grundlagen zum Nachteilsausgleich (Formen, Fristen, Nachweise) und Antragsprozedere. Neben dem Einblick in die Formalitäten wird anhand von Fallbeispielen erörtert, welche konkreten Maßnahmen angewandt werden können – von der Verlängerung der Bearbeitungszeiten über die Anpassung von Prüfungsformen bis hin zur Prüfungsorganisation und Zulassung von Hilfsmitteln. Ein Schwerpunkt ist dabei der Nachteilsausgleich bei psychischen Erkrankungen. Insgesamt erhalten die Teilnehmenden Handlungsmöglichkeiten, wie sie Beeinträchti­gungen sensibel, aber leistungsorientiert begegnen können.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre konkreten Fallbeispiele und Problemfälle vorab einzusenden.

Inhalte:

  • Sensibilität für potentielle Belange von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen in Prüfungen, Wissen über Auswirkungen von Behinderung und/oder chronischer Erkrankung auf die Wissens­wiedergabe
  • Kompetenz, Prüfungen bedarfsgerecht zu konzipieren, zu planen und durchzuführen
  • kompetenzorientiertes Prüfen unter Orientierung an den Studienanforderungen
  • Wissen über die Formalitäten und rechtliche Grundlagen zur Beantragung von Nachteilsausgleichen
  • Wissen, welche Nachteile ausgleichsfähig sind und welche nachteilsausgleichenden Maßnahmen konkret angewandt werden können

Arbeitsformen:

Impulsreferate, Diskussionen, Bearbeitung eigener Fallbeispiele

Zielgruppe: Mitglieder von Prüfungsausschüssen und Mitarbeitende von Prüfungsämtern und Mitarbeitende, die sich mit Prüfungen und Nachteilsausgleichen befassen

Maximale Teilnahmezahl: 15

Bitte melden Sie uns spezifische Fragen, Assistenzbedarf und besondere Wünsche per Email oder Telefon.

Workshop Inklusive Lehre für Inklusionsbeauftragte der Institute und Multiplikator*innen

Dieser halbtägige Workshop richtet sich an Lehrende, die das Thema Inklusion und Barrierefreiheit in ihren Institut als Inklusionsbeauftragte*rund/oder Multiplikator*in vertreten.

Gemeinsam erarbeiten wir, wie Lehrende mit recht einfachen Mitteln wesentlich dazu beitragen können, dass auch ein Studium mit Beeinträchtigung erfolgreich verläuft und wie individuelle Belange von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen bereits im Vorhinein bei der Planung der Lehr- und Lernziele und -inhalte sowie bei der Organisationsform, den Vermittlungsmethoden und den Formen der Wissensabfrage berücksichtigt werden können. Der Workshop vermittelt Strategien der didaktischen Gestaltung von Lehre, Sprechstunden und Prüfungen sowie Einblicke in verschiedene Krankheits- bzw. Beeinträchtigungsbilder und deren Auswirkungen auf die Wissensaufnahme und -reproduktion und zeigt Handlungsmöglichkeiten zur Gestaltung von Nachteilsausgleichen auf.

Zielgruppe: Inklusionsbeauftragte der Institute und Lehrende der PHF (Universität Rostock) und Multiplikator*innen

Maximale Teilnahmezahl: 15

Bitte melden Sie uns Assistenzbedarf und besondere Wünsche per Email oder Telefon.

Workshop "Lehre für alle?! – Inklusive Lehre leicht gemacht"

Rund 11 % aller Studierenden weisen Behinderungen und/oder chronische Erkrankungen auf. Diese sind zu 94 % nicht sichtbar, erschweren aber das Studium, mitunter erheblich. Lehrende können mit recht einfachen Mitteln wesentlich dazu beitragen, dass auch ein Studium mit Beeinträchtigung erfolgreich verläuft. Werden individuelle Belange von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen bereits im Vorhinein bei der Planung der Lehr- und Lernziele und -inhalte berücksichtigt, lassen sich Organisationsform, Vermittlungsmethoden und Formen der Wissensabfrage ohne große Mühe von Lehrenden anpassen. Der Workshop vermittelt Strategien der didaktischen Gestaltung von Lehre, Sprechstunden und Prüfungen, um den Lehr- und Lernerfolg für Sie als Lehrende als auch für Ihre Studierenden mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen zu erhöhen. Neben einem Einblick in verschiedene Krankheits- bzw. Beeinträchtigungsbilder und deren Auswirkungen auf die Wissensaufnahme und -reproduktion, werden den Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten der Konzeption, Planung und Durchführung von Lehre sowie Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, Beeinträchtigungen sensibel, aber leistungsorientiert zu begegnen. Im Weiteren werden die Unterstützungsangebote der Universität Rostock und die praktische Umsetzung von Nachteilsausgleichen vorgestellt. Zudem werden anhand von persönlichen Fallbeispielen Einblicke in den Studienalltag mit Behinderung gegeben.

Inhalte:

  •  Sensibilität für potentielle Belange von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischen Erkrankungen; Erkennen von und Wissen für den Umgang mit individuellen Bedarfen von Studierenden mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung
  • Wissen über Auswirkungen von Behinderung und/oder chronischer Erkrankung auf Lernprozesse und Wissenswiedergabe sowie Sicherheit im Umgang mit Studierenden mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung
  • Kompetenz, Lehrangebote, Lehrmaterialien, Sprechstunden und Prüfungen barrierefrei zu konzipieren, zu planen und umzusetzen
  • Kennenlernen der Angebote und Strukturen der Universität Rostock zum Studium mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung

Arbeitsformen:

Impulsreferate, Diskussionen, Fallbeispiele, praktische Übungen u. a. mit Beeinträchtigungssimulatoren

Zielgruppe: Lehrende der Universität Rostock

Maximale Teilnahmezahl: 15

Bitte melden Sie uns Assistenzbedarf und besondere Wünsche per Email oder Telefon.

Workshop Barrierefreie Lehrmaterialien und Dokumente

In der Lehre werden Power Point Präsentationen, Skripte im Word- und PDF-Format sowie Webseiten verwendet. Damit alle Studierenden die Lehrmaterialien nutzen und mit ihnen lernen und arbeiten können, müssen diese barrierefrei gestaltet werden. Bspw. sollten Schriftgrößen anpassbar und Kontraste einstellbar sein sowie Bilder und Grafiken mit alternativen Texten beschrieben werden. Doch wie werden Barrieren in Dateien und Dokumenten erkannt und beseitigt? Wie wirken sich verschiedene Beeinträchtigungsarten auf die Wahrnehmung und Nutzung von digitalen Inhalten aus? Welche unterstützenden Technologien gibt es? Und was kann und sollte auf technischer und inhaltlicher Ebene berücksichtigt werden?
Der eintägige Workshop vermittelt die Grunderfordernisse nach der BITV (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung) mit dem Schwerpunkt auf der Gestaltung von barrierefreien Dokumenten. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über existierende unterstützende Computertechnologien und können diese vor Ort ausprobieren. Es wird ein Einblick in Techniken gegeben, um Barrieren in Dokumenten und auf Webseiten zu erkennen und ihre Auswirkungen einzuschätzen. Es werden geeignete Lösungen erarbeitet, um diese abzubauen.Die Teilnehmenden erfahren, wie eigene Inhalte im Internet sowie in Word-, Excel-, Powerpoint- und PDF-Dokumenten barrierefrei gestaltet werden können.

Inhalte:

  • Kennenlernen und Ausprobieren von unterstützenden Computertechnologien
  • Grundlagen der BITV in Bezug auf Dokumentengestaltung
  • Erarbeiten von Checklisten für Barrierefreiheit und Erkennen von Barrieren
  • Überprüfung eigener Dokumente und Webseitenanhand von Checklisten sowie mit unterstützenden Computertechnologien
  • Erstellung von barrierefreien Word-Vorlagen,PDFs und Web-Inhalten

Arbeitsformen:
Input, Ausprobieren von unterstützenden Computertechnologien(z. B. Lesegerät), praktische Übungen zur Dokumentengestaltung, Bearbeitung eigener Dateien

Zielgruppe: Lehrende der Universität Rostock
Maximale Teilnahmezahl: 15

Bitte melden Sie uns Assistenzbedarf und besondere Wünsche bei der Anmeldung oder per Email oder Telefon.