Dr. Anja Behrendt erhält Förderpreis für Lehre

Die Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock e.V. verleiht im diesem Jahr Frau Dr. Anja Behrendt den halben Förderpreis für Lehre für ihre hervorragende Lehrveranstaltungsreihe „Lateinische Sprach- und Stilübungen“. Der mit 3.000 Euro dotierte Gesamtpreis entfällt somit zur Hälfte auf Frau Dr. Behrendt. Ihre Studentinnen und Studenten hatten die Dozentin vorgeschlagen und dies in der Sitzung der Vergabekommission noch einmal offenkundig sehr überzeugend begründet. Die Preisverleihung erfolgt während der Akademischen Festveranstaltung, die am 6.7.2018 ab 14 Uhr in der Universitätskirche stattfindet.

Frau Dr. Anja Behrendt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften der Universität Rostock im Bereich Latinistik/Fachdidaktik der Alten Sprachen. Seit 2014 lehrt sie die „Lateinischen Sprach- und Stilübungen“ innerhalb des Studiengangs Lehramt an Gymnasien Latein und BA/MA Latinistik. Wir haben uns mit ihr über die Lehre unterhalten.

[KarriereWegeMentoring]: „Haben Sie damit gerechnet, diesen Preis zu bekommen?“

[Dr. Anja Behrendt]: „Nein, ganz und gar nicht, aber ich freue mich sehr, dass meine Lehre bei den Studierenden so gut ankommt.“

[KarriereWegeMentoring]: „Was wird in der Lehrveranstaltung vermittelt?“

[Dr. Anja Behrendt]: „Die Studierenden üben auf verschiedenen Niveaus das Übersetzen vom Deutschen in das sogenannte klassische Latein (Cicero, Caesar). Ziel ist dabei zum einen, dass die Studierenden ihre Grammatik- und Wortschatzkenntnisse festigen und vertiefen, und zum anderen, ihre Fähigkeit schulen, lateinische Texte (und auch deutsche Texte) nach sprachlichen und stilistischen Merkmalen zu analysieren.“

[KarriereWegeMentoring]: „Die Studierenden entwickeln also ihre Sprach- und Textkompetenz?

[Dr. Anja Behrendt]: „Genau, der Schwerpunkt liegt darin, den eigenen Sprachgebrauch im Vergleich mit der lateinischen (und auch griechischen) Sprache zu reflektieren. Gerade angehende Lehrkräfte werden so in die Lage versetzt, sowohl den Themen des lateinischen Lehrplanes als auch den von Schülerinnen und Schülern eingebrachten Interessen didaktisch und methodisch flexibel zu begegnen bzw. eigene und qualitativ hochwertige Lehrmaterialien zu entwickeln.“

[KarriereWegeMentoring]: „Wodurch zeichnet sich die Lehrveranstaltung besonders aus?“

[Dr. Anja Behrendt]: „Ich bemühe mich, zwischen den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Motivlagen der Studierenden und den Anforderungen von Seiten des Faches zu vermitteln.“

[KarriereWegeMentoring]: „Wie erreichen Sie das?“

[Dr. Anja Behrendt]: „Ich erhebe die Lernausgangslage der einzelnen Studierenden, vermittle strukturiert und (hoffentlich) verständlich die Grundlagen des jeweiligen Themas. Außerdem gibt es viel Gelegenheit zum Üben und eine regelmäßige individuelle Rückmeldung in Form von korrigierten Übungsaufgaben, Probeklausuren oder Gesprächen in Tutorien z.B. zu Lernstrategien und weiterführender Literatur.“

[KarriereWegeMentoring]: „Welche didaktischen Methoden verwenden Sie und warum?“

[Dr. Anja Behrendt]: „Ich orientiere mich im Unterricht und bei der Vorbereitung meiner Materialien an der Entwicklungslogischen Didaktik Georg Feusers. Diese steht in der Tradition der kulturhistorischen Psychologie und Tätigkeitstheorie von Vygotksij, Lurija und Leontjew und wird – verkürzt gesagt – von der Annahme geleitet, dass jeder Mensch lernt, indem er einen ihm zunächst durch äußere Mittel nahegebrachten Lerngegenstand zu einem „inneren“, d.h. von ihm erlernten und beherrschten macht. Hierfür bedarf er – je jünger, desto mehr – eines Vermittlers (z. B. Eltern, Lehrkraft, andere Studierende), der diesen Prozess kontinuierlich kommunikativ begleitet und unterstützt.“

[KarriereWegeMentoring]: „Worauf kommt es hierbei an?“

[Dr. Anja Behrendt]: „Während jedes Lernprozesses ist der Lernende in Entwicklung begriffen, so dass immer wieder geprüft werden muss, ob für die Vermittlung des Lernstoffes von neuen Bedingungen ausgegangen werden muss. Hinzu tritt die Annahme, dass die Frage, wie ein einzelner Mensch lernt und in welcher Weise er den neuen Lernstoff verarbeitet, in direktem Zusammenhang zu seiner „Lernbiographie“ steht. Soweit das möglich ist, sollte dies beim Unterrichten Berücksichtigung finden.“

[KarriereWegeMentoring]: „Was ist Ihnen wichtig bei der Lehre?“

[Dr. Anja Behrendt] „Bei der Vermittlung der Themen habe ich stets den Anspruch, diese allen Studierenden meiner Kurse verständlich und wertschätzend im Umgang miteinander nahezubringen. Zufrieden bin ich eigentlich nur, wenn es keine (Verständnis-)Fragen mehr gibt. Fast schon ehrgeizig kann ich werden, wenn ich bemerke, dass die Art und Weise, wie ich einen bestimmten Gegenstand unterrichte, nicht zu einem Verstehen auf Seiten der Lernenden führt.“

[KarriereWegeMentoring]: „Was machen Sie in solch einem Fall?“

[Dr. Anja Behrendt]: „Ich versuche dann durch Einzelgespräche herauszufinden, wo die Hindernisse liegen könnten. Daneben bin ich daran interessiert, den Studierenden Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie eigenverantwortlich und selbständig ihren Lernprozess organisieren bzw. eigene Forschungsfragen entwickeln können. Denn diesen Punkt halte ich für wesentlich für ein akademisches Studium, gerade im Vergleich zum Lernen an der Schule.“

FH-Professur als Berufsperspektive

Am Montag, den 18.06.2017 hat das Verbundprojekt KarriereWegeMentoring M-V interessierte Doktorandinnen, Postdoktorandinnen sowie Absolventinnen mit Promotionsinteresse der Universitäten Rostock und Greifswald zu der Netzwerkveranstaltung zum Thema „Berufsoption FH-Professur“ eingeladen. Im Rahmen eines Podiumsgesprächs klärten drei engagierte FH-Professorinnen aus unterschiedlichen Hochschulen und Fachrichtungen über Wege in die FH-Professur sowie Voraussetzungen für die FH-Professur auf:

Prof. Dr. phil. habil. Barbara Bräutigam, Professorin für Psychologie, Beratung und Psychotherapie an der Hochschule Neubrandenburg, Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung

Prof. Dr. phil. Michaela Breckenfelder, Professorin für Theoriebildung in der Ergotherapie, Dekanin für den Fachbereich Angewandte Gesundheitswissenschaften am Campus Rostock der EUFH

Prof. Dr. rer. pol. Antje Tramm, Professorin für Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Controlling an der Hochschule Stralsund

Eindrucksvoll und authentisch stellten sich die drei Professorinnen vor und berichteten von ihrem persönlichen Karriereweg, ihrem Berufsalltag, Chancen sowie Herausforderungen und darüber, wie sie Familie und Beruf miteinander vereinbaren.
Alle drei Professorinnen ermutigten die Interessentinnen zur FH-Professur, da der Beruf viel zu bieten habe, zum einen Lehre und zum anderen praxisnahe Forschung – und beides bei hoher inhaltlicher Flexibilität und beruflicher Sicherheit. Die übliche Lehrverpflichtung von 18 SWS kann zudem für Forschung oder Gremienarbeit reduziert werden. Nebentätigkeiten sind im begrenzten Umfang möglich und gewünscht, weil man dadurch auf der Höhe der Zeit bleibt. Als Vorteile gegenüber der Universitätsprofessur benannten sie auch den geringeren Druck zu publizieren oder Drittmittel einzuwerben.
Vor dem Hintergrund einer Universitätsbiographie wurden vor allem die Möglichkeiten zum Erwerb der Voraussetzungen für die FH-Professur nachgefragt. So ist die wissenschaftliche und praktische Doppelqualifikation ein MUSS. Neben Studium, Promotion, Erfahrung in Lehre und Forschung ist eine mehrjährige Berufspraxis außerhalb der Hochschule nachzuweisen. Darüber hinaus ist auch die Fähigkeit, praxisrelevantes Wissen aus der eigenen Berufserfahrung zu vermitteln, eine entscheidende Anforderung an Bewerberinnen und Bewerber um eine FH-Professur. Was viele nicht wissen: Die Stellenausschreibungen für FH-Professuren sind offen formuliert, um möglichst zahlreiche und vielfältige Bewerbungsprofile zu erhalten. Des Weiteren ist eine Mitgliedschaft beim Deutschen Hochschulverband (DHV) von Vorteil, da man als Mitglied vorab über relevante Stellenausschreibungen informiert wird und diverse Coaching-Angebote zum Berufungsverfahren kostenlos wahrnehmen kann.

Isabel Haberkorn vom Institut für Germanistik gewinnt beim Wettbewerb „Rostock’s Eleven“ 2018

Die Germanistin Isabel Haberkorn vom Institut für Germanistik der Universität Rostock hat den Kommunikationswettbewerb für Nachwuchsforscherinnen und -forscher „Rostock’s Eleven“ mit ihrem Vortrag zu „Richard Leising – Lyriker, Legende, Unbekannter“ gewonnen.
Die Doktorandin widmet ihre Forschungen dem Lyriker Richard Leising. Über diesen deutschen Dichter, der von 1934 bis 1997 lebte und von seinen Zeitgenossen als Maßstab und Vorbild bewundert wurde, ist bisher wenig bekannt. Noch nicht einmal einhundert Gedichte sind von ihm veröffentlicht worden, obwohl er hunderte mehr verfasst hat. Zahlreiche Legenden ranken sich um ihn als Person und als Dichter. Isabel Haberkorn möchte herausfinden, wie ein Lyriker, den Sarah Kirsch als ihr „wirkliches Literaturinstitut“ bezeichnete, in der heutigen Wahrnehmung und Forschung nahezu unbekannt sein kann. Dazu greift sie auf Leisings überwiegend unerschlossenen, umfangreichen Nachlass von Stasi-Akten, unzähligen Briefen und Tagebüchern zurück.
In ihrem Vortrag gelang es ihr mit großer Begeisterung das Auditorium für die unbekannte Person Richard Leising zu gewinnen. Jurymitglied Ulrich Grünewald – Physiker, Wissenschaftsjournalist und Filmemacher – hob in seiner Laudatio hervor, dass Isabel Haberkorn ihnen nicht nur einen Menschen nähergebracht, sondern auch neugierig gemacht habe. „Sie hat einen 10 Jahre alten Bann gebrochen“, hebt Grünewald hervor, denn zum ersten Mal in der Geschichte des zehnjährigen Wettbewerbs hat eine Geisteswissenschaftlerin diesen für sich entscheiden können. Der Preis ist mit 365 Euro dotiert.
Hintergrund: Seit 2009 veranstaltet der Verein [Rostock denkt 365°] den Nachwuchswissenschaftlerwettbewerb „Rostock’s Eleven“. Elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungseinrichtungen aus der Region Rostock treten dabei an, um ihre Forschungsprojekte und Ideen vor einer fachkundigen Jury aus Fachjournalisten vorzutragen.
Kontakte:
Presse- und Kommunikationsstelle
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-1012
pressestelle@uni-rostock.de
https://www.uni-rostock.de/universitaet/aktuelles/presse-u-kommunikationsstelle/
https://www.uni-rostock.de/
[Rostock denkt 365°] e.V.
Tel.: +49 381 498-5690
denken@rostock365.de
www.rostock365.de
Photos: Rektor Professor Wolfgang Schareck gratuliert der Gewinnerin des diesjährigen Wettbewerbs „Rostock's Eleven" (Copyright: Annemarie Schütz).
Die Kandidatinnen und Kandidaten zusammen mit der Jury des Wettbewerbs „Rostock's Eleven" 2018 (Copyright: Annemarie Schütz).

 

Dr. Jola Pospech erhält dreijährige DFG-Förderung

Chemikerin und Mentee Dr. Jola Pospech, die als Nachwuchsgruppenleiterin am Leibniz-Institut für Katalyse tätig ist, erhält eine dreijährige Förderung in Höhe von 210.000 Euro und kann damit u.a. eine weitere Doktorandin bzw. einen weiteren Doktoranden in ihrer Forschungsgruppe einstellen.

Frau Dr. Pospechs Nachwuchsgruppe befasst sich mit der Entwicklung organokatalytischer Oxyfunktionalisierungen einfacher Aromaten und aliphatischer Verbindungen durch photoinduzierten atomaren Sauerstofftransfer. Die Hydroxylierung von C−H-Bindungen in aliphatischen und aromatischen Systemen stellt nach wie vor eine der großen Herausforderungen in der organischen Synthesechemie dar. Die Erschließung einer Methodik zur direkten C−H-Bindungsoxygenierung über eine photomediierte Fragmentierung von Amin-N-Oxiden ist ein vielversprechender, jedoch bisher vernachlässigter Ansatz zur Lösung dieses Problems. Ziel der Forschungsarbeit ist es eine zuverlässige und operationell einfache Methodik zu entwickeln, um Metaboliten biologisch-aktiver Substanzen in präparativ sinnvollen Mengen für die individuelle pharmakologische Testung herzustellen. Die Forschungsarbeiten adressieren somit nicht nur ein synthesechemisches Problem, sondern fungieren zeitgleich als chemisches Äquivalent zu Monooxygenaseenzymen.

Dr. Katharina Witzke gewinnt "Bob Barker Best Paper Student Award"

Vom internationalen wissenschaftlichen Komitee des „Fifth International Workshop on Plasma for Cancer Treatment (IWPCT 2018)“ wurde Katharina Witzke, Alumna aus dem Mentoring-Programm für Doktorandinnen, für ihr Poster „Plasma Medical Oncology: Long-Term Results with Focus on Immunity Research“ ausgezeichnet. Gemeinsam mit Ihrem Mentor Prof. Hans-Robert Metelmann und Dr. Christian Seebauer konnte sie ihre wissenschaftliche Arbeit erfolgreich vorstellen. Die internationale Fachtagung beschäftigte sich Mitte März mit möglicherweise neuartigen Behandlungsmethoden von Krebs – mittels Plasmamedizin.

Aktuell ist Katharina Witzke Doktorandin an der Klinik und Poliklinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie/Plastische Operationen der Universitätsmedizin Greifswald und dem INP - Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie Greifswald.

Wir verabschieden eine weitere Mentee-Gruppe

Mit einer kleinen Abschlussfeier endete am 20.03.2018 erfolgreich der erste Durchgang des Mentoring-Programms für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen an der Universität Rostock.

Im Rahmen unseres 22-monatigen Programms hatten 10 Postdoktorandinnen und eine Juniorprofessorin die Möglichkeit bekommen, mit Hilfe von Mentoren und Mentorinnen ihre individuellen Karrierepläne gezielt zu verfolgen und sich professionelle Netzwerke aufzubauen. Im Rückblick hoben die Mentees besonders hervor, dass sie vom vielfältigen Angebot des Programms (Seminare, das Tandem-Mentoring mit ihren Mentoren und Mentorinnen, Peer-Mentoring und Einzelcoaching) beruflich und persönlich sehr profitiert haben. So haben die Menteesam Ende der Programmlaufzeit 100% Zutrauen zu ihren (Führungs-)Kompetenzen gewonnen. Sie planen jetzt ihre Karriereschritte strategisch und nutzen proaktiv karrierefördernde Kontakte.

Wir sehen uns wieder in Greifswald: Am 8.11.2018 werden wir in der Aula der Universität Greifswald im Beisein der Ministerin Stefanie Drese alle Mentoring-Gruppen, die wir zwischen 2016 und 2018 begleitet haben, feierlich verabschieden. Alle Mentees sind mit ihren Mentoren und Mentorinnen zu dieser Abschlussfeier herzlich eingeladen.

Rostocker Forscherin mahnt: Bienen sind auf der ganzen Welt bedroht

„Bienen sind weltweit die wichtigsten Bestäuber. Die Ernteerträge vieler Nahrungspflanzen hängen von ihnen ab“, sagt die Botanikerin und Pflanzenökologin Dr. Katharina Stein. Die 35-jährige Forscherin, die in Leipzig Biologie studierte und in Halle promovierte, arbeitet am Lehrstuhl für Allgemeine und Spezielle Botanik der Universität Rostock, den Professor Stefan Porembski leitet. Der ist international unter anderem für seine überragende Artenkenntnis bekannt.
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Englische Version

Foto: privat

Universität Rostock forscht zur Haltbarkeit von Gelenkersatz-Implantaten

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, eine degenerative Gelenkerkrankung zu erleiden. Gelenkersatz-Implantate versprechen Hilfe. Der Bedarf wächst stetig. Wie aber wirken beispielsweise Hüft- und Knieendoprothesen auf den menschlichen Organismus? Und wie kann die Regenerationsfähigkeit von Knochen und Knorpel positiv beeinflusst werden, damit der Zeitpunkt der Implantation eines künstlichen Gelenks hinausgezögert werden kann?
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Foto: Universität Rostock/ Thomas Rahr

Unsere Mentees auf dem Forschungscamp 2017

Auf insgesamt 72 Postern stellten Wissenschaftler*innen aus sieben Fakultäten, der Interdisziplinären Fakultät, der Universitätsmedizin sowie aus den außeruniversitären Forschungseinrichtungen ihre Forschungsthemen vor. Der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung und Schirmherr des Forschungscamps 2017, Christian Pegel begab sich zusammen mit unserer Projektleitung Frau Prof. Bettina Eichler-Löbermann, Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement und Herrn Prof. Rüdiger Köhling, Dekan der Interdisziplinären Fakultät auf eine Reise durch die vielfältigen Forschungsgebiete der Institutionen.

Alle Poster boten gute Anknüpfungspunkte für die Vernetzung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untereinander. So auch für Teresa Mann, Alumna aus dem Doktorandinnen-Programm: "In unserer Arbeitsgruppe nutzen wir jedes Jahr die Möglichkeit uns mit Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Fachbereichen beim Forschungscamp der Universität Rostock zu vernetzen. Auch von den Workshops u.a. zur DFG- und EU-Forschungsförderung kann man dort besonders als junge/junger Wissenschaftler*in sehr profitieren". Sie stellte gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe ein Poster zum Thema Quantifizierung des Dopamin-D2-Rezeptoren im Hemiparkinson-Modell der Ratte vor. Ziel ihrer Forschung ist es neben der Aufklärung von Ursachen auch neue Therapieoptionen für die Erkrankung von Morbus Parkinson zu erforschen.

Franziska Thiele, Kommunikationswissenschaftlerin und aktuell Mentee im Doktorandinnen-Programm, war gleich mit zwei Postern vertreten. So stellte sie gemeinsam mit dem Team ihres DFG-Projektes MeWiKo (Mediatisierte Wissenschaftskommunikation in post-normalen und traditionellen Forschungsfeldern: Mediatisierte Wissenschaftskommunikation) unter der Leitung von Frau Prof. Corinna Lüthje ein Poster zum Thema Communication Floods - E-Mails in Scholarly Communication vor. Aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem letzten Jahr beschloss das Projekt auch dieses Jahr die Vernetzungsmöglichkeiten zu nutzen und "mal über den eigenen Tellerrand [zu] schauen". Auf ihrem zweiten Poster stellte Franziska Thiele ihr Dissertationprojekt Kommunikationsstrategien zur Machtakkumulation in der (Kommunikations-)Wissenschaft vor. "Ich möchte anhand der Untersuchung der Kommunikationsstrategien aufdecken, welche Machtstrukturen es an der Universität gibt und wie sie funktionieren. Ich bin der Ansicht, dass Wissenschaft ein Feld ist, in dem Hierarchien und Abhängigkeiten eine sehr große Rolle spielen. Machtstrukturen sind vielfach aber gar nicht sichtbar und müssen erst sichtbar gemacht werden, um sich mit ihnen auseinandersetzen zu können".

Die teilnehmenden Studierenden und Promovierenden hatten die Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre über die praktischen Aspekte eines Karrierewegs in der Wissenschaft zu informieren und mit Wissenschaftler*innen  aller Karrierestufen über ihre jeweiligen Forschungsprojekte zu diskutieren.

 

Ministerin Drese traf junge Nachwuchswissenschaftlerinnen

Am Freitag, 3. November 2017, traf sich Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, mit acht jungen Postdoktorandinnen, Doktorandinnen und Absolventinnen in Greifswald.

Seit einem Monat engagiert sich Ministerin Stefanie Drese selbst aktiv als Mentorin für eine Doktorandin unserer Universität. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit ihr nach Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bereits die zweite Ministerin für unser Programm als Mentorin gewinnen konnten“, so Ivette Döring, Projektverantwortliche für das Doktorandinnen-Mentoring an der Universität Rostock.

Bei ihrem Treffen am 3. November 2017 hat die Ministerin mit den jungen Wissenschaftlerinnen über Karrierewege, weibliche Vorbilder und Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgetauscht. Thematisiert wurden auch Barrieren und Karrierehemmnisse, denen Frauen im Wissenschaftsbetrieb immer wieder begegnen. „Es ist großartig, dass Ministerin Drese diese Aufgabe wahrnimmt. Wir verstehen das als eine Wertschätzung und Auszeichnung unserer Mentoring-Programme“, Gesamtprojektleitung Ruth Terodde, Universität Greifswald.


Mentees entschlüsseln Hautgene und erhalten Preis

Die ehemaligen Mentees Dr. Janin Lehmann und Dr. Christina Seebode wurden für Ihre Forschungsergebnisse zur Mondscheinkrankheit ausgezeichnet. Im Rahmen ihrer Forschung und unter Leitung des Rostocker Hautklinik-Chefs Prof. Dr. Steffen Emmert haben die beiden Forscherinnen wichtige Funktionen von Reparaturgenen und den Auslöser der Mondscheinkrankheit aufgedeckt. Mit Hilfe der Forschungsergebnisse können neue Therapiestrategien entwickelt werden. Sie wurden dafür mit dem International Photodermatology Research Award ausgezeichnet, der mit 10.000 € dotiert ist.
(Foto: UNIMEDIZIN Rostock)

Wir verabschieden eine weitere Mentee-Gruppe

Mit einer kleinen Abschlussfeier endete am 20.03.2018 erfolgreich der erste Durchgang des Mentoring-Programms für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen an der Universität Rostock.

Im Rahmen unseres 22-monatigen Programms hatten 10 Postdoktorandinnen und eine Juniorprofessorin die Möglichkeit bekommen, mit Hilfe von Mentoren und Mentorinnen ihre individuellen Karrierepläne gezielt zu verfolgen und sich professionelle Netzwerke aufzubauen. Im Rückblick hoben die Mentees besonders hervor, dass sie vom vielfältigen Angebot des Programms (Seminare, das Tandem-Mentoring mit ihren Mentoren und Mentorinnen, Peer-Mentoring und Einzelcoaching) beruflich und persönlich sehr profitiert haben. So haben die Menteesam Ende der Programmlaufzeit 100% Zutrauen zu ihren (Führungs-)Kompetenzen gewonnen. Sie planen jetzt ihre Karriereschritte strategisch und nutzen proaktiv karrierefördernde Kontakte.

Wir sehen uns wieder in Greifswald: Am 8.11.2018 werden wir in der Aula der Universität Greifswald im Beisein der Ministerin Stefanie Drese alle Mentoring-Gruppen, die wir zwischen 2016 und 2018 begleitet haben, feierlich verabschieden. Alle Mentees sind mit ihren Mentoren und Mentorinnen zu dieser Abschlussfeier herzlich eingeladen.

Wie kann Inklusion gelingen?

Diese Frage stellten sich auch unsere Mentees Frau Dr. Behrendt und Frau Dr. Schäfer. Die beiden Wissenschaftlerinnen initiierten und organisierten im Rahmen ihrer Projektarbeit in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung (Projektbereich 3) die öffentliche Wissenschaftstagung „Planung von Unterricht für heterogene Lerngruppen – im Gespräch mit Georg Feuser“, die am 18. und 19. Mai 2017 an der Universität Rostock stattfand. Für die Tagung konnten sie Prof. Dr. Georg Feuser von der Universität Zürich gewinnen, der im deutschsprachigen Raum als der Experte und Vordenker inklusiven Unterrichts gilt und sich bereits seit über 40 Jahren damit beschäftigt, wie Kinder mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam lernen können.
Zeitungsartikel

Dr. Nicola Wannicke ist Gastlektorin an der Universität Potsdam

Eine weitere gute Neuigkeit. Unsere Mentee Dr. Nicola Wannicke ist im SS2017 Gastlektorin für die Vorlesung Meeresbiologie an der Universität Potsdam.

Dr. Carolin Krüger ist Mitherausgeberin des Literarischen Lesebuchs Walter Kempowski

Wir gratulieren unserer Mentee. Dr. Carolin Krüger ist Mitherausgeberin des gerade erschienenen Literarischen Lesebuchs Walter Kempowski (Kempowski-Lesebuch für Schulen in Mecklenburg-Vorpommern), im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Informationen zum Buch:
http://www.kempowski-archiv-rostock.de/files/lesebuch.htm

Jun.-Prof. Birgit Peters erhält Forschungsstipendium

Wir gratulieren unserer Mentee. Jun.-Prof. Birgit Peters hat im Rahmen einer landesweiten Ausschreibung ein Kurt von Fritz-Professorenstipendium erhalten. Der Projekttitel lautet „Die Macht der Bürger: der Beitrag von Öffentlichkeitsbeteiligung zur Legitimation exekutiver Entscheidungen – am Beispiel des Umweltrechts“. Fördersumme: 128.600Euro Informationen zum Kurt von Fritz-Wissenschaftsprogramm und der geförderten Projekte:
http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/Aktuell/?id=124202&processor=processor.sa.pressemitteilung

Vielfalt macht Karriere

Am 26. April von 16.00 bis 18.30 Uhr lädt das Projekt KarriereWegeMentoring interessierte Doktorandinnen zur Veranstaltung „Vielfalt macht Karriere“ ein. Hierfür haben wir interessante promovierte Frauen als Vorbilder für unsere Mentees (Doktorandinnen), die außerhalb der Universität mit ihrer Promotion Karriere gemacht haben, eingeladen.
Ein kleines Highlight wird eine kurze AnLesung der Autorin Dr. Ulrike Schneeberg aus ihrem Buch Monster zähmen zu Beginn der Veranstaltung sein. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Gesprächspartnerinnen, sind Sie dazu eingeladen zu den vielfältigen Biographien Fragen zu stellen und mit den Frauen ins Gespräch zu kommen. Und wer kommt?
Dr. phil. Dipl. Sophie Opitz, Sportwissenschaftlerin, Rostock und Leipzig
Dr. rer. hum. Antje Butschkau, Landesgeschäftsführerin der SPD in M-V, Schwerin
Prof. Dr. rer. nat. Petra Leitert, Professur für Mathematik, Hochschule Wismar
Dr. rer. med. Andrea Tübbicke, Geschäftsführerin Helios Privatkliniken, Berlin
Dr. phil. Ulrike Schneeberg, Beraterin, Autorin, Trainerin, Berlin
Dr. Vredana Högqvist-Tabor, CEO and co-founder of BOOST by the VLM Health, Berlin
Wo findet die Veranstaltung statt? In der Aula des Universitätshauptgebäudes.


Feierlicher Festakt anlässlich des Abschlusses des Doktorandinnen-Mentoring

Am 12. November 2015 wurden 53 Doktorandinnen des landesweiten KarriereWegeMentoring-Programms der Universitäten Rostock und Greifswald mit einem feierlichen Festakt verabschiedet. In der Aula der Universität Rostock erhielten sie aus der Hand der Projektkoordinatorin Angela Hoppe ihre Zertifikate über ihre Teilnahme.
In den vergangenen 18 Monaten haben die jungen Frauen an einem hochkarätigen Programm teilgenommen, das auf die Bedürfnisse der Mentees zugeschnitten war. Vor allem haben sie vom Kontakt zu ihren Mentorinnen und Mentoren profitiert, die ihnen ihre Erfahrungen zur Verfügung stellten und den Ausbau ihrer Netzwerke ermöglichte. Darüber hinaus haben die Doktorandinnen an Seminaren zu Führungsanforderungen in der Wissenschaft, Karriereplanung, Personalführung, Strategische Netzwerken oder Verhandlungstraining sowie an Netzwerkveranstaltungen teilgenommen.
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