Regenbogenflagge vor dem Universitätshauptgebäude.

Projekt Diskriminierungsfreier Campus

Diskriminierungsfreier Campus bedeutet, dass alle Universitätsangehörigen, unabhängig ihren persönlichen Voraussetzungen, chancengerecht am Hochschulalltag teilhaben können. Das Projekt unterstützt die Universität Rostock dabei, sensibel und konstruktiv mit Vielfalt umzugehen, Ausgrenzungsrisiken zu identifizieren und vorhandenen Diskriminierungen entgegenzuwirken sowie bestehende Nachteile abzubauen.

Ziel ist es, ein inklusives Bildungs-, Forschungs- und Arbeitsklima zu schaffen, in dem die kulturelle und soziale Herkunft, das Geschlecht und Geschlechtsidentitäten sowie körperliche Fähigkeiten keine Zugangsbarrieren bilden.

Behinderungen und chronische Krankheiten

Nachteilsausgleiche für Studierende mit chronischen Krankheiten oder Behinderungen

Zu den Aufgaben der Hochschulen gehört nach § 2, Abs. 4 des Hochschulrahmengesetzes die Berücksichtigung der Nachteile behinderter und/oder chronisch kranker Studierender. Hieraus folgt, dass Studien- und Prüfungsordnungen so gestaltet sein müssen, dass auch Studierende mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen chancengleiche Studien-und Prüfungsbedingungen erhalten. Ausgehend davon ist auch im Landeshochschulgesetz M-V die Möglichkeit zum so genannten „Nachteilsausgleich“ verankert.

Als Nachteilsausgleiche können z.B. gewährt werden:

  • Schriftliche Ergänzungen mündlicher Prüfungen für Studierende mit Hör-oder Sprachbehinderungen
  • Zeitverlängerungen für Hausarbeiten, Klausuren und mündliche Prüfungen,-Nutzung von technischen Hilfsmitteln
  • Berücksichtigung von Krankheiten sowie eingeschränkter Arbeitsfähigkeit bei der Bemessung von Prüfungszeiträumen und Studienleistungen (z.B. Prüfungsverlängerung bei wissenschaftlichen Abschlussarbeiten, Hausarbeiten etc.)
  • Abänderung von Praktikumsbestimmungen und –bedingungen
  • Ersatz schriftlicher Prüfungen durch mündliche bzw. umgekehrt (entsprechend der Behinderung/Erkrankung)

Detaillierte Informationen zur Beantragung von Nachteilsausgleichen finden Sie im Leitfaden zum Studieren mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung an der Universität Rostock. Für eine entsprechende Beratung können Sie sich an den Universitätsbeauftragten für für chronisch kranke und behinderte Studierende, Prof. Dr. Christoph Perleth, wenden.

Barrierefreie Gestaltung von Lehrveranstaltungen und -materialien

Um das Ziel des diskriminierungsfreien Campus mit einem inklusiven Studien-, Forschungs- und Arbeitsklima zu erreichen, haben wir Hinweise für die barrierefreie Gestaltung von Lehrveranstaltungen und -materialen für Lehrende zusammengetragen. Diese erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und werden durch den Leitfaden "Lehre barrierefrei gestalten" ergänzt.

Barrierefreie Räume an der Universität Rostock

Im Online-Portal für Lehre Studium und Forschung (LSF) der Universität Rostock können Sie prüfen, ob das Gebäude und der Raum, in dem Ihre Veranstaltung stattfindet, barrierefrei erreichbar sind. Das Portal enthält zu jedem Raum eine detaillierte Beschreibung der Räumlichkeiten (Anzahl der Sitzplätze, Art der Bestuhlung, rollstuhlgerechte Zugänglichkeit, technische Ausstattung – z. B. Beamer und Mikrofon-Anlage –, sonstige Ausstattung wie Sprech-pult, Betafelung, Verdunkelungsmöglichkeit, Klimaanlage).

Sollte es dennoch Probleme beim Erreichen der Hörsäle bzw. Seminarräume geben, setzen Sie sich bitte mit der*dem für Ihre Fakultät zuständigen Ansprechpartner*in für behinderte und chronisch kranke Studierende in Verbindung.

Geschlecht und sexuelle Orientierung

Umgang mit sexueller Belästigung an der Universität Rostock

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz stellt eine erhebliche Beeinträchtigung und Verletzung der Menschenwürde dar, die nicht geduldet wird. Sie verletzt die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen sowie deren Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und stellt einen Verstoß gegen arbeitsrechtliche und dienstrechtliche Pflichten dar. Ein respektvolles Miteinander und der Schutz unserer Beschäftigten, der Professor*innen, der Studierenden und aller Partner*innen der Universität ist uns ein wichtiges Anliegen.

Alle Führungskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende tragen dafür Sorge, dass es zu keiner sexuellen Belästigung kommt und entsprechenden Verhaltensweisen schnell und konsequent entgegengetreten wird. Sie haben durch ihr Verhalten dazu beizutragen, dass die persönliche Integrität und die Selbstachtung aller respektiert wird. Vorgesetzte haben hier eine besondere Vorbildfunktion.

Sollten Sie sexuell belästigt worden sein, zögern sie nicht, das Verhalten beim Referat Personalservice – der Beschwerdestelle für Verstöße gegen das Allgemeine Gleichstellungsgesetzt (AGG) – anzuzeigen! Nutzen Sie Ihr Recht zu einer Beschwerde nach § 13 Abs. 1 AGG, es gibt hier keine Formen oder Fristen.

Daneben stehen Ihnen auch die Gleichstellungsbeauftragte, der Personalrat oder die Vertrauensperson der Schwerbehindertenvertretung als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. Studierende haben die Möglichkeit, sich an das Referat Antidiskriminierung und Gleichstellung des AStA zu wenden.

Weitere Informationen können Sie dem Flyer „Für ein respektvolles Miteinander – Gegen Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“ entnehmen.

Änderung von Vornamen und Geschlecht in Stud.IP und ILIAS

Die Universität Rostock begreift Vielfalt als Chance und die Verwirklichung von Chancengerechtigkeit als eine ihrer Kernaufgaben. Es gilt also, die Studier- und Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass jede Person ihre Potenziale entwicklen und ihre Individualität optimal entfalten kann. Um Diskriminierungen und Zwangs-Outings entgegenzuwirken, besteht die Möglichkeit, ihren Vornamen und die Angabe zum Geschlecht gemäß ihres Ergänzungsausweises in den universitätsinternen Systemen Stud.IP und ILIAS anzeigen zu lassen.

Die Umsetzung des Datenverarbeitungsverfahrens erfolgt durch das Anlegen eines separaten Datensatzes. Dieser befindet sich in Stud.IP und wird durch die Prorektorin für Gleichstellung, Internationales und Vielfaltsmanagement gepflegt. Neben der Prorektorin haben die verantwortlichen Personen für Stud.IP und ILIAS Zugriff darauf Zugriff. Sofern Sie in die Datenverarbeitung einwilligen, werden Nutzungskennzeichen, Vorname und Geschlecht erhoben und in einer gesonderten, von anderen Nutzer*innen nicht einsehbaren Tabelle eingetragen. Im Bedarfsfall sowie bei Fragen wenden sie sich bitte an die Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement.

Der Datensatz wird solang gespeichert, bis die Löschung von Ihnen bei der Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement beantragt wird oder die Exmatrikulation/ Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgt. Eine Änderung der E-Mail-Adresse für Stud.IP und ILIAS muss gesondert beim IT- und Medienzentrum beantragt werden.

Familienfreundlichkeit

KESS- ("Kinder-, Eltern-, Spiel- und Studier-") Zimmer und Wickelmöglichkeiten

Auf dem Universitätsgelände wurden 2 KESS-Zimmer (Kinder-, Eltern-, Spiel- und Studierzimmer) eingerichtet. Diese sollen das Arbeiten und Studieren mit Kindern durch Beschäftigungs- und Spiel- und Versorgungsmöglichkeiten vor Ort erleichtern. Vom Gitterbett bis zur kleinen Sitzecke ist das KESS für Kinder aller Altersgruppen geeignet. Auch Spielzeug, Bücher und Plüschtiere stehen zur intensiven Beschäftigung und zum Liebhaben bereit.

  • KESS I: Universitätsbibliothek Untergeschoss, Südring I Albert-Einstein-Str. 6
  • KESS II: Ulmenstraße 69 I Haus 3 Raum 117 EG
  • KESS III: Bibliothekscontainer der Fachbibliothek Sprach- und Kulturwissenschaften, 1. OG, Schwaansche Str. 3a
  • KESS Universitätsmedizin: Campus Schillingallee, Fakultätsgebäude der Schillingallee 70, Raum 414, 3. OG (Fahrstuhl und Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen sind vorhanden)

Um die KESS-Zimmer nutzen zu können, melden Sie sich bitte im Familienbüro. Für die Freischaltung brauchen Sie  ihre Mitarbeiter*innen- bzw. Studierenden-Chipkarte. Das KESS in  der UMR wir zentral von der UMR freigeschaltet. Bitte melden Sie sich hierfür im Studiendekanat bzw. im Familienbüro.

Die KESS I und II sowie das KESS in der UniMedizin sind barrierefrei zugänglich. Das Kess III erreichen Sie über eine Treppe, den Kinderwagen können Sie jedoch im Gebäude abstellen. Es befinden sich in jedem KESS Wickelmöglichkeiten vor Ort. Wickelmöglichkeiten finden Sie außerdem an folgenden Standorten:

  • Universitätshauptgebäude, Universitätsplatz 1
  • Universitätsbibliothek (Container) Schwaansche Str. 3b
  • Philosophische Fakultät (Hochhaus), August-Bebel-Str. 28, Tel. +49 (0)381 498-2561
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Wismarsche Str. 43-45,
  • Ulmenstr. 69, Haus 3
  • Student Service Center, Parkstraße 6
  • Institut für Elektrische Energietechnik (Experimentiergebäude I), Albert-Einstein-Str 2
  • Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät, Damentoilette im Foyer, Justus-von-Liebig-Weg 6
  • Studierendenwerk (Besuchertoilette im Eingangsbereich), St.- Georg- Straße 104-107, Tel. +49 (0)381 459-2600
Stipendienfonds für Nachwuchswissenschaftler*innen mit familiären Aufgaben

Die Universität Rostock hat sich zum Ziel gesetzt, die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Qualifizierung mit Familienaufgaben zu gewährleisten und strukturelle Barrieren für Promovierende und Postdocs mit familiären Aufgaben abzubauen. Die Überbrückungs- und Abschlussstipendien dienen der Kompensation von Mehrfachbelastungen aufgrund umfangreicher familiärer Verpflichtungen und sich daraus ergebender Unterbrechungen und Verlängerungen von Qualifizierungsvorhaben.

Gefördert werden Nachwuchswissenschaftler*innen, die gemäß LHG M-V Mitglied der Universität Rostock sind und eine wissenschaftliche Qualifizierung anstreben. Bewerben können sich Promovend*innen, Habilitand*innen und Postdocs, die aufgrund der Übernahme umfangreicher familiärer Verantwortungen (Schwangerschaft, längere Elternzeit, Kinderbetreuung, Pflege von Familienangehörigen u. ä.) die Förderdauer ihres bisherigen Stipendiums oder die Vertragslaufzeit ihrer Qualifizierungsstelle überschritten haben und die über keine anderweitige Verlängerungs- bzw. Überbrückungsfinanzierungsmöglichkeit verfügen. Die Antragsteller*innen können nur bis zum Einreichen ihrer Promotions-/Habilitationsarbeit gefördert werden.

Die Stipendien werden für ein bis sechs Monate vergeben. Ein Antrag kann jederzeit gestellt werden. Der Zeitraum zwischen Bewerbung und Entscheidung bzw. Benachrichtigung beträgt ca. sechs  bis acht Wochen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Familienfreundliche Mensa

Neben der kinderfreundlichen Ausstattung der Mensen mit Kinderstühlen, Spielecken und Wickelmöglichkeiten gibt es auch das Angebot des Mensa-Kinderausweises und den Kinderteller. Der Ausweis ist nur in Verbindung mit einer aktuellen Studienbescheinigung gültig und wird für Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt über das Studierendenwerk Rostock-Wismar.

Kontakt

Die Projektstelle ist aktuell leider nicht besetzt. Bei Fragen können Sie sich an diversityuni-rostockde wenden.