Christina Bender

Ich bin Beamtin in der Verwaltung der Stadt Frankfurt am Main und zurzeit in der Abteilung Planung und Entwicklung im Jugend- und Sozialamt tätig. Dort arbeite ich in der Steuerungsgruppe des Frankfurter Programms „Aktive Nachbarschaft“ mit dem Schwerpunkt Soziale Stadtentwicklung. Zu Beginn des Studiums war ich als Referentin beim kommunalen Jugendbildungswerk der Stadt Frankfurt am Main tätig. Dort hatte ich neben interkultureller, politischer und kultureller Bildung auch den Schwerpunkt Umweltbildung. Nachdem wir uns entschlossen hatten, diesen in Richtung Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter zu entwickeln, habe ich nach Möglichkeiten zur Weiterbildung gesucht. Zunächst habe ich ein Zertifikat in Münster gemacht, was inhaltlich aber sehr unbefriedigend war. Dann bin ich auf den Zertifikatskurs BNE in Rostock gestoßen und habe mich dafür angemeldet. Das erste Semester verging wie im Flug. Trotz Hausarbeiten an Weihnachten und Silvester, Prüfungsstress und den ewig langen Fahrten von Frankfurt nach Rostock, auch während der ständigen Bahnstreiks, konnte ich nach dem Zertifikatskurs einfach nicht aufhören. Das lag an vielen positiven Dingen, angefangen mit der herzlichen, geduldigen und immer hilfreichen Betreuung durch das super nette Studienteam, der tollen Studiengruppe, einigen hervorragenden Dozenten und natürlich an den interessanten Studieninhalten. Auch den Studienaufbau fand ich überaus gelungen.

Das Studium fiel mir neben Familie und Vollzeitjob nicht immer leicht und erforderte sehr viel Durchhaltevermögen. Sich immer wieder neu zu motivieren, nach einem anstrengenden Tag die neuen Studienbriefe in die Hand zu nehmen und neues Wissen in altes zu integrieren war eine echte Herausforderung. Und wenn ich an meine Masterarbeit denke, die ich in einer extrem schwierigen Arbeitssituation geschrieben habe, frage ich mich heute manchmal wie ich das geschafft habe. Aber ich hatte auch hier die allerbeste Betreuung. Die Gespräche mit Prof. Nieke haben mich immer wieder motiviert und angespornt. Der Erkenntnisgewinn, der durch das Studium ausgelöst wurde, ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Ich kann mich an viele Glücksgefühle erinnern, wenn ich wieder etwas verstanden hatte und es in neue Zusammenhänge einordnen konnte und den Sinn lebenslangen Lernens habe ich am eigenen Leib erfahren. Viele Freunde haben mich gefragt warum tust du dir das an? Du hast doch schon einen tollen Job und schon oft genug studiert. Ich kann nur sagen, dass es sich für mich gelohnt hat, auch wenn ich zwischenzeitlich meinen Job gewechselt habe. Ich schaue täglich wo ich meine Kenntnisse in meiner neuen Arbeit anwenden kann und vielleicht kann ich dazu beitragen, dass die soziale Stadtentwicklung mit der Zeit auch noch ökonomischer und ökologischer wird. Durch das Studium gibt es für mich aber auch neue Optionen, beispielsweise eine Tätigkeit im Umweltamt. Zurzeit bin ich sehr zufrieden, aber wer weiß was die Zukunft bringt.

Absolventin im berufsbegleitenden Masterstudiengang Umwelt & Bildung 2017 - Der Studiengang wurde im Profil geschärft und wird seit 2015 als Masterstudiengang Bildung und Nachhaltigkeit angeboten.