Betriebliche Suchtprävention und Suchthilfe

Suchtmittelkonsum, vor allem Alkoholkonsum, wird in unserer Gesellschaft in allen Schichten und Altersgruppen akzeptiert. Kaum jemand macht sich über die Risiken Gedanken. Riskanter Konsum kann schleichend in eine Abhängigkeitserkrankung führen. Dies alles macht nicht vor den Eingangstüren der Universität Halt. 

Sucht ist eine beschämte und eine beschämende Krankheit. Dies führt zum Verschweigen, Vertuschen und Banalisieren.

Die Universität Rostock möchte mit der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe diesem Trend entgegenwirken. Mit zwei ausgebildeten Ansprechpersonen Suchtprävention (BAS) möchte diese die Gesundheitsförderung der Beschäftigten unterstützen. Sie arbeiten auf der Grundlage der Dienstvereinbarung Sucht, die im Januar 2025 novelliert wurde.

Beim Thema Sucht geht es nicht nur um Alkohol und Drogen, sondern um alle anderen Süchte wie z.B. Medikamenten-, Glückspiel- oder digitale Medien- und Internetsucht.

Die Beraterinnen stellen sich vor:

Wie Sie uns erreichen:

Email:   suchtberatunguni-rostockde
Tel:       
A.M. 01520 / 433 5210            
I.S. 01520 / 411 1379
Büro:    Am Waldessaum 23b/ Raum 05 
18057 Rostock

Dienstleistungen:

  • Wir beraten Fachvorgesetzte bei der Wahrnehmung ihrer Suchtpräventionsaufgaben und im Umgang mit Auffälligkeiten am Arbeitsplatz.
  • Wir helfen Beschäftigten bei Sorgen und Problemen nahestehender Personen aus dem beruflichen oder privaten Umfeld hinsichtlich auffälligen Konsumverhaltens.
  • Wir unterstützen Beschäftigte, die sich um die eigene Gesundheit Sorgen machen.
  • Wir informieren rund um die Themen Sucht und Gesundheit.

Die Beratung ist vertraulich und unterliegt der Schweigepflicht.

Suchtprobleme am Arbeitsplatz

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


Kennen Sie eine Person in Ihrem Umfeld, um die Sie sich Sorgen machen und vermuten, dass dort ein Suchtproblem hinter stecken könnte? Sehen Sie manchmal erste Anzeichen, evt. auch an Ihrem Arbeitsplatz?

Es gibt typische Anhaltspunkte, wie z.B., dass die betroffene Person häufiger zu spät kommt oder früher geht. Meist reagiert sie überempfindlich auf Kritik und vergisst Termine. Im späteren Verlauf zeigen sich größere Konzentrationsstörungen und auch die körperliche Konstitution verfällt sichtlich oder wird übertrieben aufgepeppt. Oft verstecken sich solche Personen gerne im Homeoffice oder meiden den direkten Kontakt mit der Führungskraft.
Für Führungskräfte ist es dadurch schwer, Auffälligkeiten wahrzunehmen. Nehmen sie etwas wahr oder wird ein Verdacht an sie herangetragen, dann hindern oft Unsicherheit, Ängste und Verdrängung sie zum Handeln. Trotz allem haben sie eine Fürsorgepflicht für alle Mitarbeitenden.
Denn nicht nur der Betroffene leidet, auch die Mitbetroffenen werden auf Dauer in Mitleidenschaft gezogen. KollegInnen kompensieren gerne die fehlende Arbeitsleistung, dies führt irgendwann zu einer Überlastung, auch im psychischen Bereich. Es kommt zu einer falsch verstandenen Solidarität mit den Betroffenen, es entsteht Mitleid und es wird vertuscht oder heruntergespielt.
Das alles hilft dem Betroffenen und seinem Umfeld nicht weiter. Manche Betroffenen erzählen, dass neben aller Scham sie sich nicht wertgeschätzt gefühlt hätten, da alle weggesehen hätten. Deswegen ist ein gutes Ansprechen so wichtig. Dazu können Sie sich gerne bei den Betrieblichen Ansprechpersonen für Suchthilfe und Suchtprävention Unterstützung holen. Beim Betroffenen kann eine Suchterkrankung abgewendet werden oder es können Wege aus der Sucht aufgezeigt werden. Dem ganzen Team geht es wieder gut. Die Arbeitsatmosphäre ist in Ordnung.
Dazu möchten wir Ihnen Mut machen.


Ihre Ansprechpersonen der Betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe

Alkoholkonsum

Alkoholkonsum – Wann wird es kritisch?

Alkohol gehört für viele Menschen zum sozialen Leben dazu. Dennoch kann regelmäßiger oder übermäßiger Konsum gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Bereits Mengen, die oft als „normal“ wahrgenommen werden, können langfristig negative Auswirkungen auf Körper und Psyche haben.

Das dargestellte Schaubild zeigt, ab welchen Konsummengen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko besteht. Dabei gilt: Je häufiger und je mehr Alkohol konsumiert wird, desto größer ist das Risiko für Erkrankungen wie Leberschäden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, verschiedene Krebsarten sowie psychische Belastungen.

Besonders wichtig ist es, den eigenen Alkoholkonsum regelmäßig zu reflektieren und auf Warnsignale wie Kontrollverlust, steigende Trinkmengen oder die Nutzung von Alkohol zur Stressbewältigung zu achten.

Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol trägt dazu bei, die eigene Gesundheit und Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten. Bei Fragen oder Unterstützungsbedarf stehen Beratungs- und Gesundheitsangebote der Hochschule zur Verfügung.

Dienstvereinbarung Sucht

Dienstvereinbarung Sucht

An der Universität Rostock gilt die Dienstvereinbarung zum Umgang mit suchtgefährdeten und suchtkranken Beschäftigten sowie zu Maßnahmen gegen den Missbrauch von Suchtmitteln. Sie verfolgt das Ziel, Gesundheit, Sicherheit und Arbeitsfähigkeit zu fördern, frühzeitig Unterstützung anzubieten und Betroffene bei der Inanspruchnahme von Hilfsangeboten zu begleiten.

Die vollständige Dienstvereinbarung finden Sie hier:

Unser Motto: Ansprechen ist Hilfe Man kann nichts falsch machen, außer man tut nichts