Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder

Um die Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern haben Bund und Länder 2007 das Professorinnenprogramm aufgelegt. Es wurde 2013 und 2018 für jeweils weitere fünf Jahre fortgesetzt.

Seit Beginn arbeitet das Programm mit einer Doppelstrategie: Zum einen wird für die Führungspositionen auf professoraler Ebene langfristig eine paritätische Stellenverteilung angestrebt. Gleichzeitig sollen die notwendigen gleichstellungspolitischen Strukturen an den Hochschulen ausgebaut und gestärkt werden, um zukunftsweisende Erfolge in allen Qualifikationsstufen erzielen zu können.

Das Programm unterstützt konkret Frauen in ihrer wissenschaftlichen Karriere und konnte den Anteil an weiblich besetzten Professuren an deutschen Hochschulen maßgeblich steigern. Es ist daher ein zentrales Instrument, um die Gleichstellung von Frauen und Männern in Universitäten und Fachhochschulen zu voranzubringen.

Professorinnenprogramm III an der Universität Rostock

Nachdem sich die Universität Rostock bereits für die ersten beiden Phasen des Professorinnenprogramms qualifizieren konnte, startet im Sommer 2021 die letzte Runde des Drittmittelprogramms von Bund und Ländern. Das dafür notwendige Gleichstellungszukunftskonzept wurde positiv begutachtet. Mit den zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln werden bis 2025 Gleichstellungsmaßnahmen initiiert, die Wissenschaftlerinnen aller Qualifikationsstufen der Universität Rostock fördern und auch strukturell zu mehr Geschlechtergerechtigkeit beitragen sollen.

Die aktuelle Ausschreibungsrunde geht vom 01.11.2021 bis zum 15.12.2021. Die bewilligten Förderungen können ab März 2022 ausgeschüttet werden.

Maßnahmen im Überblick

SHK- Fonds

Um die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Beruf mit Familienaufgaben zu gewährleisten und den Frauenanteil in Gremien zu erhöhen, hat die Universität Rostock einen Fonds eingerichtet, aus dem Wissenschaftlerinnen mit Familienaufgaben (Kindererziehung, Pflege von Angehörigen) und/ oder umfangreichen Gremientätigkeiten mit der Anstellung einer studentischen Hilfskraft gefördert werden können.

Dadurch können nicht nur Mehrfachbelastungen durch Familienaufgaben oder umfangreiche Gremientätigkeiten und damit einhergehende Verlängerungen bei Qualifizierungsvorhaben bzw. bei der eigenen wissenschaftlichen Tätigkeit ein Stück weit kompensiert werden. Da bei gleicher Qualifikation bevorzugt Frauen als studentische Hilfskräfte eingestellt werden sollen, können Studentinnen somit erste Einblicke in den Wissenschafts- und Lehrbetrieb erhalten und langfristig zu einer Wissenschaftskarriere ermutigt werden.

Sachmittel- Fonds

Der Sachmittel- Fonds unterstützt sich qualifizierende Forscherinnen an der Universität Rostock in ihrer wissenschaftlichen Arbeit durch Zuschüsse zu Sachmittelkosten, wie beispielsweise Reisekosten für die aktive Teilnahme an Tagungen oder zur Finanzierung von Forschungsaufenthalten, Tagungsbeiträgen sowie deren Übersetzung, Druckkostenzuschüsse für Monografien oder Kinderbetreuungskosten durch Teilnahme an Konferenzen.

Stipendien- Fonds

Der Stipendien- Fonds soll Forscherinnen in frühen Karrierephasen in ihrer wissenschaftlichen Qualifizierung an der Universität Rostock unterstützen. Gefördert werden Stipendien zum Abschluss von Habilitationen bis zu 12 und Promotionen bis zu sechs Monaten.

Coaching

Das Coaching-Programm richtet sich an Frauen in Führungspositionen und engagierte Forscherinnen. Es soll vor allem ein Abgebot für neuberufene und Junior-Professorinnen sein, welches den Einstieg in das vielfältige Aufgabenspektrum erleichtert und wichtige Kompetenzen noch ausführlicher vertieft.

 

Bitte beachten Sie die FAQ, in denen häufig gestellte Fragen zum Bewerbungsprozess beantwortet werden.

Der Flyer ist in drei Spalten geteilt, die jeweils Informationen zu den einzelnen Förderfonds geben. In der rechten unteren Ecke ist ein Bild einer Frau, die lächelnd neben einer Tafel steht.
!B Flyer für das PP III an der Uni Rostock