Im Bachelorstudiengang Erziehungs- und Bildungswissenschaft erwerben die Studierenden professionelle Kompetenzen zur Analyse, Planung und Gestaltung von Erziehungs- und Bildungsprozessen in gesellschaftlichen und pädagogischen Institutionen wie Familie, Kindergarten, Schule, Jugend- und Erwachsenenbildungseinrichtungen sowie insbesondere in sozialpädagogischen Handlungsfeldern. Neben einer Einführung in die Grundlagen der Erziehungswissenschaft geht es um eine Auseinandersetzung mit erziehungswissenschaftlichen Forschungsmethoden und den Anforderungen an pädagogische Professionalität.
Das Studium spricht Studierende mit einem Interesse an den vielfältigen Bedingungen und Prozessen biographischer Identitätsbildung von Menschen in unterschiedlichen Lebensaltern und im Kontext gesellschaftlichen Wandels an. Das impliziert eine wissenschaftliche Neugier zu Fragen der Analyse und Gestaltung individueller, sozialer und medialer Lernräume, Sozialisationshilfen, Bildungsangebote und pädagogischer Generationenbeziehungen.
Das erste Studienjahr führt in das wissenschaftliche Arbeiten sowie in die zentralen Begriffe und disziplinären Perspektiven der Erziehungs- und Bildungswissenschaft ein. Lernziel ist ein sicherer und reflektierter Umgang mit erziehungswissenschaftlicher Theoriebildung und Forschung in unterschiedlichen pädagogischen Feldern und Institutionen. Schwerpunkte liegen sowohl im Bereich der Sozialpädagogik mit besonderer Berücksichtigung des Praxisfeldes der Kinder- und Jugendhilfe als auch der Medienpädagogik und ihren Bezügen zu Bildung und Digitalisierung.
Im zweiten Studienjahr werden die Anforderungen pädagogisch-professionellen Handelns mit unterschiedlichen Ziel- und Altersgruppen thematisiert. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Planung und Gestaltung medienpädagogischer Projekte. Ebenso werden Grundlagen empirischer Forschungsmethoden vermittelt. Der Einblick in Methodendiskurse und -konzepte der empirischen Erziehungswissenschaft dient der Ausbildung eigener basaler Forschungskompetenzen. Theoretische und praktische Perspektiven der Biografieforschung und Biografiearbeit zielen auf ein Verständnis individueller Sozialisations- und Bildungsprozesse im Spannungsverhältnis mit gesellschaftlichem Wandel und sozialen Ungleichheitsstrukturen. Wahlpflichtmodule im Bereich der beruflichen (Weiter-)Bildung, der pädagogischen Psychologie sowie der Sonder- und Heilpädagogik ermöglichen weitere Vertiefungen.
Das dritte Studienjahr beginnt mit einem begleiteten Praktikum von 11 Wochen in pädagogischen und sozialpädagogischen Praxisfeldern, in dem sich die Studierenden in der Interaktion mit Zielgruppen und Organisationen erproben und reflektieren sowie Erfahrungen in der Bildungsarbeit, -planung und -administration sammeln. Ihre individuellen Interessensgebiete können Studierende im breit angelegten interdisziplinären Wahlbereich verfolgen. Schließlich erfolgt unter der Betreuung einer Lehrperson die selbstständige Bearbeitung einer erziehungswissenschaftlichen Fragestellung im Rahmen der Bachelorarbeit.
Erziehungswissenschaftler:innen sind in der pädagogischen Praxis bei öffentlichen und freien Bildungsträgern bzw. bei Trägern der freien Wohlfahrtspflege beschäftigt. Zu ihren vielschichtigen Berufsfeldern gehören die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit, die Erwachsenenbildung und (betriebliche) Weiterbildung, die Medienpädagogik sowie die Handlungsfelder der Rehabilitationspädagogik.
Nach dem Bachelorabschluss besteht die Möglichkeit des Berufseinstieges. Ebenso besteht die Möglichkeit ein weiterführendes - auf dem Bachelor aufbauendes - Masterstudium zu absolvieren. Dies ist natürlich auch an anderen Hochschulen möglich. An der Universität Rostock werden derzeit folgende zum Teilstudiengang Erziehungs- und Bildungswissenschaft passende Masterstudiengänge angeboten:
► Erziehungs- und Bildungswissenschaft (Einfach M.A.)
► Erziehungs- und Bildungswissenschaft (Zweifach M.A.)
► Medienkulturen und Medienbildung M.A.
Allgemeine Zugangsvoraussetzung für ein Studium an der Universität Rostock ist das Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung, dies ist in der Regel die Allgemeine Hochschulreife (Abitur).
► Zugangsvoraussetzungen an der Universität Rostock
Weitere fachbezogene Zugangsvoraussetzungen bestehen für den Teilstudiengang Erziehungs- und Bildungswissenschaft nicht.
Die verbindlichen Zugangsvoraussetzungen regelt die Studiengangsspezifische Prüfungs- und Studienordnung (SPSO) ► siehe "Formalia / Ordnungen /Downloads"
Für den Teilstudiengang Erziehungs- und Bildungswissenschaft (B.A.) besteht keine Zulassungsbeschränkung. Alle Studieninteressierten die die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, können sich direkt einschreiben. Eine vorherige Bewerbung ist nicht erforderlich. Das Studium kann nur zum Wintersemester im ersten Fachsemester begonnen werden. Ein Einstieg in ein höheres Fachsemester (z.B. für Hochschulwechsler) ist zum Winter- und Sommersemester möglich.
► Zur Online-Einschreibung für das 1. Fachsemester
► Zum Einstieg in ein höheres Fachsemester
Für den Teilstudiengang Erziehungs- und Bildungswissenschaft (B.A.) besteht im Zweitfach keine Zulassungsbeschränkung. Alle Studieninteressierten die die Zugangsvoraussetzungen erfüllen, können sich direkt einschreiben. Eine vorherige Bewerbung ist nicht erforderlich. Das Studium kann nur zum Wintersemester im ersten Fachsemester begonnen werden. Ein Einstieg in ein höheres Fachsemester (z.B. für Hochschulwechsler) ist zum Winter- und Sommersemester möglich.
► Zur Online-Einschreibung für das 1. Fachsemester
► Zum Einstieg in ein höheres Fachsemester
Unabhängig davon ob eine Zulassungsbeschränkung besteht, müssen sich internationale Studieninteressierte immer gesondert bewerben.
Internationale Studienbewerber müssen neben den oben genannten Zugangsvoraussetzungen deutsche Sprachkenntnisse nachweisen. Für den Teilstudiengang Erziehungs- und Bildungswissenschaft (B.A.) sind dazu Deutschkenntnisse auf Niveau C1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GER) erforderlich.
Infomaterialien als Download
Rahmenprüfungsordnung (RPO)
Die allgemeinen Regeln des Studiums in Bachelor- und Masterstudiengängen an der Universität Rostock bestimmt die
► Rahmenprüfungsordnung (Bachelor/Master) in der jeweils geltenden Fassung.
Studiengangsspezifischen Prüfungs- und Studienordnung
Die detaillierten Regeln für das Studium eines konkreten Studienganges, sind dann in der jeweiligen Studiengangsspezifischen Prüfungs- und Studienordnung (SPSO) geregelt, bei einem Einstieg in ein höheres Fachsemester gelten ggf. ältere Fassungen der SPSO (siehe Historie).
B.A. Zwei-Fach-Bachelorstudiengang der Philosophischen Fakultät
aktuell gültig für Neuimmatrikulationen zum 1. Fachsemester:
► 4. Änderungssatzung (2025) → Nicht amtliche Lesefassung
► Neufassung (2018)
► 1. Änderungssatzung (2020)
► 2. Änderungssatzung (2022) → Nicht amtliche Lesefassung
► 3. Änderungssatzung (2024) → Nicht amtliche Lesefassung
► Neufassung (2015)
► 1. Änderungssatzung (2017)
Universität Rostock
Philosophische Fakultät (PHF)
Studienfachberatung
Dr. Andreas Langfeld
Tel.: +49 381-498 2644
fsb.allgemeine_sozialpaedagogik.ba.phfuni-rostockde
Adresse/Sitz:
Kröpeliner Straße 57, 18055 Rostock
Sprechzeiten nach Vereinbarung
Studienbüro
Christina Krekow
Tel.: +49 381-498 2703
christina.krekowuni-rostockde
Adresse/Sitz: 9. Etage, Raum 903
August-Bebel-Str. 28 | 18055 Rostock
Weitere Informationen auf der Webseite der Fakultät:
Für allgemeine Fragen zum Studium an der Universität Rostock:
Tel.: +49 381-498 1230
studiumuni-rostockde


