DatenCHEck 2/2026 des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zu Promotionen an deutschen Hochschulen im Zeitverlauf veröffentlicht

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat einen neuen Beitrag zur Anzahl der Promotionen in Deutschland 2022-2024 in den verschiedenen Fächern veröffentlicht. Die Angaben basieren auf den Daten des Statistischen Bundesamtes. 

„Die Gesamtzahl der Promotionen in Deutschland liegt in den letzten 20 Jahren relativ konstant zwischen 24-29 Tausend pro Jahr, während die Zahl der Studienanfänger*innen seit der Jahrtausendwende deutlich gestiegen ist. Die weitaus meisten Promotionen (über 7.000 pro Jahr) finden im Fach Medizin statt, mit deutlichem Abstand gefolgt von den klassischen Naturwissenschaften Biologie (1.964), Chemie (1.923) und Physik (1.602). Relativiert man die Promotionszahlen an der Anzahl der Abschlüsse auf Masterniveau (inkl. Staatsexamen) an Universitäten im selben Fach, so ändert sich die Rangfolge der Fächer etwas. Im Fach Chemie wird nun mit 80 Prozent die höchste Promotionsquote erreicht, vor Medizin und Biologie mit jeweils 71 Prozent. Bei der Interpretation der Quoten muss beachtet werden, dass Master/Staatsexamen-Absolvent*innen auch in angrenzenden Fächern promovieren können.

Spannend sind die Veränderungsraten im 10-Jahres-Vergleich. Mehr als verachtfacht haben sich die gesundheitswissenschaftlichen Promotionen - ein Zeichen der Akademisierung eines Berufsfelds. Zudem wachsen vor allem interdisziplinäre Promotionen, ein deutliches Zeichen für die zunehmende Interdisziplinarität der Forschung. Bei den höchsten relativen Rückgängen reicht das Fächerspektrum von Germanistik über Sozialwissenschaften bis Geographie. Der Reduktion bei Werkstofftechnik steht allerdings ein Anstieg der Materialwissenschaft gegenüber.“

Im Portal CHE Hochschuldaten des CHE Centrum für Hochschulentwicklung werden Daten des Statistischen Bundesamtes zu Studium und Lehre an deutschen Hochschulen visualisiert. Zudem sind Daten aus CHE Publikationen enthalten.


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