Am 10. September heißt es „Leinen los!“ für ein besonderes studentisches Forschungsprojekt: Zehn Studierende aus Deutschland, Litauen und Kroatien segeln gemeinsam mit dem Akademischen Segler-Verein zu Rostock (ASVzR) an Bord der UNIVERSITAS nach Klaipėda. Während der Reise untersuchen sie die hydrographischen Veränderungen der Ostsee und sammeln dabei wertvolle Umweltdaten.
Zum Einsatz kommt ein speziell entwickeltes Messgerät des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW). Es erfasst entlang der Route Parameter wie Temperatur, Salz- und Sauerstoffgehalt des Wassers. So können aktuelle Veränderungen in der Ostsee dokumentiert und langfristige Entwicklungen besser nachvollzogen werden.
Die Segelreise geht auf die Initiative der Studierenden zurück: Sie entwickelten die Projektidee und reichten sie beim 2nd Call for Student Projects ein. Beim 2nd Call standen Sport-Projekte im Mittelpunkt, mit einem Fokus auf nachhaltige Aktivitäten in Küstenregionen und auf die Stärkung der EU-CONEXUS-Studierendengemeinschaft durch Teamsport und kulturellen Austausch. Ausgewählt aus mehreren Vorschlägen wird das Vorhaben nun gefördert. Es ist ein Beispiel dafür, wie Studierende die europäische Hochschulallianz EU-CONEXUS mit eigenen Ideen aktiv mitgestalten.
Unter den Teilnehmenden ist auch Theobald Goltz, Student der Universität Rostock. Er hat sich in den vergangenen Jahren intensiv in EU-CONEXUS engagiert, u.a. als langjähriges Mitglied des Student Board und zuletzt als dessen Präsident.
Prof. Dr. Bettina Eichler-Löbermann, EU-CONEXUS-Projektleiterin an der Universität Rostock, erklärt: „Das Segelprojekt verbindet praktische Forschung auf der Ostsee mit internationaler und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Es ist ein Beispiel dafür, wie unsere Studierenden mit eigenen Ideen die Allianz mitgestalten und zugleich konkrete Forschungsbeiträge leisten.“
Nach der Ankunft in Klaipėda am 14. September nimmt die Crew an der Annual Science Conference (ICES) teil, einem wichtigen Forum der Meeresforschung.
Die auf der Reise erhobenen Daten werden nach der Rückkehr in Rostock gemeinsam mit dem IOW ausgewertet und in weitere Forschungsarbeiten eingebunden. Wir halten Sie auf dem Laufenden, welche Ergebnisse die Studierenden aus ihrem Forschungsprojekt mitbringen.
Über den EU-CONEXUS-Kanal wird es im September zudem exklusive Eindrücke von der Überfahrt und vom Leben an Bord geben.
Autorin: Janine Marschner



