Zwölf Talente aus den führenden Forschungseinrichtungen der Region waren angetreten, um ihre Forschungsthemen einem Publikum jenseits der Fachwelt zu präsentieren. In kurzen populärwissenschaftlichen Vorträgen galt es, komplexe wissenschaftliche Themen verständlich, anschaulich und überzeugend zu vermitteln. Bewertet wurden die Beiträge von einer Jury aus JournalistInnen, WissenschaftskommunikatorInnen sowie LehrerInnen und SchülerInnen von Rostocker Schulen.
Die Teilnehmenden repräsentierten die wissenschaftliche Vielfalt Mecklenburg-Vorpommerns. Vertreten waren das Max-Planck-Institut für demografische Forschung, das Thünen-Institut für Ostseefischerei, das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie Dummerstorf, das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, das Leibniz-Institut für Katalyse, das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik, die Fraunhofer-Institute IGD und IGP, die Universität Rostock sowie die Hochschule für Musik und Theater Rostock.
Wissenschaft als Brücke zur Gesellschaft
Schirmherrin des Wettbewerbs ist Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin. Sie betonte die Bedeutung des Wettbewerbs für die Wissenschaft des Landes:
„Der Wettbewerb ‚Rostock’s Eleven‘ zeigt eindrucksvoll, wie stark, vielfältig und innovativ die Wissenschaft in Mecklenburg-Vorpommern aufgestellt ist. Zwölf herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler machen deutlich, wie wichtig der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ist. Indem sie ihre Erkenntnisse nicht nur einer Jury, sondern auch Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften vermitteln, tragen sie dazu bei, Begeisterung für Forschung zu wecken und die nächste Generation für wissenschaftliche Karrieren zu gewinnen.“
Jury überzeugt von herausragender Wissenschaftskommunikation
Die durchgängig hohe Qualität und die große Begeisterung der jungen WissenschaftlerInnen machte der Jury ihre Entscheidung nicht leicht. Das Votum fiel auf Luisa Zach vom Leibniz-Institut für Katalyse. Sie setzte sich mit ihrem Vortrag zum Thema „Ein zweites Leben für CO2 – und wie Licht dabei zum Chemiker wird“ in einer knappen Entscheidung durch und gewann den Wettbewerb. Mit dem prämierten Beitrag gelang es, wissenschaftliche Exzellenz mit einer besonders überzeugenden, allgemeinverständlichen und begeisternden Darstellung zu verbinden.
Aus Klimagas wird Rohstoff: Siegerin überzeugt mit nachhaltiger Chemie
In ihrer Präsentation zeigte Luisa Zach, wie sie CO2-Moleküle mit UV-Licht aktiviert, damit sie mit sich selbst zu wertvollen chemischen Verbindungen reagieren. Auf diese Weise kann aus dem reaktionsträgen Klimagas Kohlendioxid ein wertvoller Rohstoff werden. In den Experimenten von Luisa Zach am LIKAT entsteht zum Beispiel Oxalat, ein chemischer Baustein, der bislang unter hohem Energieaufwand aus fossilen Rohstoffen hergestellt wird. Künftig könnte er auf nachhaltiger Basis produziert werden und als sogenannte Plattformchemikalie für die Herstellung zum Beispiel von Kunststoffen dienen.
Der Wettbewerb zeigt, wie vielfältig die Forschung in der Wissenschaftsregion Rostock ist. „Besonders das hohe Niveau der Präsentationen hat uns beeindruckt“, sagt Anja Thomanek, stellvertretende Vorstandsvorsitzende vom Verein „Rostock denkt 365°“, der den Wettbewerb organisiert.
„Forschungsergebnisse entfalten ihre gesellschaftliche Wirkung erst dann vollständig, wenn sie verständlich vermittelt werden und Menschen erreichen“, betont Journalist und Jurymitglied Dirk Böttcher in seiner Laudatio an die Nachwuchsforschenden. Genau hier setzt „Rostock’s Eleven“ an: Der Wettbewerb fördert nicht nur den wissenschaftlichen Nachwuchs, sondern stärkt zugleich den Austausch zwischen Forschung, Bildung und Öffentlichkeit.
Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern im Fokus
Die Preisverleihung fand am Abend des 11. Juni im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung statt. Die Gewinnerin erhielt 365 Euro. Mit „Rostock’s Eleven“ präsentieren die beteiligten Forschungseinrichtungen die Innovationskraft der Region und zeigen, wie vielfältig die Forschungslandschaft zwischen Ostseeküste, Hochschulen und außeruniversitären Instituten aufgestellt ist.
Über „Rostock’s Eleven“
„Rostock’s Eleven“ ist ein Wissenschafts- und Kommunikationswettbewerb für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der führenden Forschungseinrichtungen in der Region Rostock. Ziel ist es, exzellente Forschung sichtbar zu machen und die Fähigkeit zu fördern, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich und publikumswirksam zu vermitteln. Der Wettbewerb bringt Forschende, Medienvertreterinnen und -vertreter, Schulen sowie die interessierte Öffentlichkeit ins Gespräch und stärkt damit den Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern.
Kontakte:
Presse- und Kommunikationsstelle der Universität Rostock
Lea-Marie Kenzler
Universitätsplatz 1
18055 Rostock
+49 381 498-1029
lea-marie.kenzleruni-rostockde
Leibniz-Institut für Katalyse
Dr. Martha Höhne
Albert-Einstein-Straße 29a
18059 Rostock
+49 381 128-1382
Martha.Hoehnecatalysisde





