Gefeiert und umkämpft: Kongress zum Schriftsteller Karl May tagt zum ersten Mal an der Universität Rostock

„Wir freuen uns auf internationale Gäste und Vortragende sowie einen regen Austausch beim ersten Karl-May-Kongress an der Universität Rostock“, verkündet Dr. Stephan Lesker vom Institut für Germanistik. Ein Highlight der Kongresstage: Der Schriftsteller Clemens Meyer wird mit seinem vielfach prämierten Buch „Die Projektoren“ am 5. Oktober zu Gast sein und über die Bedeutung Karl Mays sprechen.

Nicht erst seit der „Winnetou-Debatte“ 2022 steht die Karl-May-Gesellschaft für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Werk Karl Mays und beteiligt sich aktiv an der wissenschaftlichen Aufarbeitung diskriminierender Diskurse. Durch ein Symposium im März 2023 an der Universität Potsdam zu kulturellen Repräsentationen im Werk Mays signalisierte sie auch in der Debatte erneut ihre Gesprächsbereitschaft.

Die alle zwei Jahre ausgerichteten Kongresse mit bis zu 200 Teilnehmenden dienen neben rezeptionsgeschichtlicher und biografischer Forschung auch und besonders der Aufarbeitung des May’schen Werkes. Seine überaus einflussreiche Repräsentation außereuropäischer Kulturen ist selbst längst Teil der europäischen Kulturgeschichte und lehrreiches Exempel einer produktiven und autoreflexiven Begegnung mit Alterität. 

Der Kongress steht für eine Mischung aus wissenschaftlichen Vorträgen, kritischen Diskursen und zwangloser Begegnung. Die Vorträge und Lesungen werden in der Aula der Universität Rostock stattfinden und sind für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich.

 

Kontakt:
Institut für Germanistik
Dr. Stephan Lesker 
Philologicum, 1. OG, Raum 111
Universitätsplatz 3
18055 Rostock
stephan.leskeruni-rostockde 
+49 381 498 2566

 


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