Die im Fachjournal Small veröffentlichte Studie zeigt, dass sich die elektronischen Eigenschaften einzelner zweidimensionaler Nanostrukturen erstmals direkt experimentell abbilden lassen. Möglich wird dies durch eine präzise kontrollierte kolloidale Synthese, die eine gezielte Einstellung der lateralen Größe der Nanoschichten erlaubt. Besonders größere Kristalle zeichnen sich durch eine hohe Oxidationsbeständigkeit und Langzeitstabilität unter Umgebungsbedingungen aus.
Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist die erfolgreiche Untersuchung einzelner Nanokristalle mittels hochauflösender µ-ARPES-Messungen am Synchrotron ELETTRA in Triest. Die experimentell ermittelte elektronische Bandstruktur stimmt hervorragend mit theoretischen Berechnungen überein und bestätigt die hohe Materialqualität.
Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial lösungsbasierter Synthesemethoden als skalierbare Plattform für die Entwicklung zukünftiger Quanten-, Spintronik- und Energietechnologien.
Veröffentlichung:
Fagui He, Yan Yan Grisan Qiu, Simone Mearini, Vitaliy Feyer, Kevin Oldenburg, Rostyslav Lesyuk, Christian Klinke: Tunable Colloidal Synthesis Enabling μ-ARPES on Individual Two-dimensional Bismuth Nanocrystals, Small (2026) e12032, https://doi.org/10.1002/smll.202512032
Kontakt:
Prof. Dr. Christian Klinke
Universität Rostock
Institut für Physik
christian.klinkeuni-rostockde
