Nachruf: Prof. Dr. rer. nat. habil. Prof. E. h. Walter Wild

Prof. Dr. Walter Wild (Foto: Universität Rostock).
Prof. Dr. Walter Wild (Foto: Universität Rostock).

Mit der Aufnahme seines Physikstudiums an der Universität Rostock im Jahr 1959 begann Professor Walter Wild seinen wissenschaftlichen Werdegang. Nach erfolgreicher Promotion zum Doctor rerum naturalium im Jahr 1970 blieb er der Sektion Physik in Forschung und Lehre eng verbunden, bevor er sich 1977 habilitierte. Seine Habilitationsschrift mit dem Titel „Thermisch stimulierte Exoelektronenemission von isolierenden Schichten und ihre Anwendung auf Diffusions- und Implantationsprobleme“ belegt eindrucksvoll die wissenschaftliche Tiefe und Innovationskraft.

In den Jahren von 1992 bis 2005 wirkte Walter Wild als Professor für Messtechnik am Fachbereich Maschinenbau und Schiffstechnik der Fakultät für Ingenieurwissenschaften unserer Universität. Für seine 15-jährige Zusammenarbeit mit der TU Varna verlieh ihm diese im Jahre 2004 den Titel „Professor ehrenhalber“.

Neben seinen Lehr- und Forschungstätigkeiten engagierte sich Professor Wild über viele Jahre hinweg im Institut für Mess- und Regelungstechnik. Zudem war er Chairman des jährlich stattfindenden Workshops „Infrarot-Thermographie“.

Sein Einsatz für die akademische Selbstverwaltung war herausragend: Von 1992 bis 1994 gehörte er der Gründungskommission der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an. Bereits von 1990 bis 1992 war er stellvertretender Fachbereichssprecher, anschließend von 1992 bis 1994 Fachbereichssprecher. In den Jahren von 1991 bis 2004 wirkte er zudem als Präsident des Konzils der Universität Rostock.

Auch über die Universität hinaus zeigte sich Professor Wild als engagierte Persönlichkeit. Bis vor wenigen Jahren spielte er in seiner Freizeit aktiv Eishockey bei den Rostock Oldstars.

Mit Professor Walter Wild verlieren wir einen hochgeschätzten Wissenschaftler, einen engagierten Hochschullehrer und eine prägende Persönlichkeit unserer Universität. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Im Namen der Universität Rostock
Prof. Dr.-Ing. Kilian Gericke
Dekan der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik


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