Mit der Reform modernisiert die Universität ihre Lehrkräftebildung grundlegend. Neu beziehungsweise umfassend überarbeitet wurden die Studiengänge Lehramt Grundschule, Lehramt Sonderpädagogik für Grund- und Förderschulen, Lehramt Sonderpädagogik für Gymnasien, Regionale Schulen und Gesamtschulen sowie Lehramt für Gymnasien, Regionale Schulen und Gesamtschulen.
Die Reform hat eine enorme Reichweite: Rund ein Viertel aller Studierenden der Universität Rostock sind im Lehramt eingeschrieben, zugleich werden hier etwa drei Viertel der Lehramtsstudierenden in Mecklenburg-Vorpommern ausgebildet. Nahezu alle Fakultäten der Universität sowie die Hochschule für Musik und Theater Rostock wirken an der Neugestaltung mit.
Finanziell wird die Reform mit rund 27 Millionen Euro getragen. Über 23 Millionen Euro stammen vom Land Mecklenburg-Vorpommern, knapp 4 Millionen Euro bringt die Universität selbst auf.
Einheitlicher Studiengang und neue Struktur
Ein zentraler Bestandteil der Reform ist die Zusammenführung der bisher getrennten Schularten Gymnasium sowie Regionale und Gesamtschulen zu einem gemeinsamen Studiengang. Gleichzeitig wurde die Verteilung der Leistungspunkte grundlegend neugestaltet.
„Kernstück ist die Einführung eines Modells zur weitgehenden Überschneidungsfreiheit der Studienpläne – das sogenannte „Karomodell“. Es ermöglicht den Studierenden, ihre Fächer deutlich besser miteinander zu kombinieren und Studienverläufe flexibler zu gestalten“, sagt Professor Karsten Wolf, Prorektor für Studium und Lehre.
Mehr Praxisnähe und neue Lehrkonzepte
Neue Lehrkonzepte, überarbeitete Modulstrukturen sowie eine engere Verknüpfung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik stärken den Berufsfeldbezug der Ausbildung. „Unser vorderstes Ziel ist es, unsere Studierende noch besser auf die Anforderungen des Schulalltags vorzubereiten“, unterstreicht Professor Wolf.
Dankend hebt er hervor, dass die erfolgreiche Umsetzung das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit vieler Beteiligter sei – von Fächern und Studierenden über das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung bis hin zur Stabsstelle für Hochschul‑ und Qualitätsentwicklung.
Die Reform stärkt die Rolle der Universität Rostock als zentrales Gravitationszentrum der Lehrkräftebildung im Land Mecklenburg-Vorpommern.
Kontakt:
Prof. Karsten Wolf
Prorektor für Studium und Lehre
Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-1003
psluni-rostockde
