Wachsendes internationales Interesse am Juniorstudium der Universität Rostock. Über 500 Schülerinnen und Schüler starten digitales Frühstudium im Wintersemester

Präsenzveranstaltung bzw. Info-Rallye der Juniorstudierenden im März 2026, damals mit 373 Studierenden. © Inga Bork

Insgesamt 524 Juniorstudierende haben sich für das Juniorstudium an der Universität Rostock eingeschrieben – rund 150 mehr als in den letzten Semestern. „So viele Juniorstudierende waren zuletzt nur in der Coronazeit zugelassen“, freut sich Projektleiterin Dr. Yvonne Niekrenz. Das zunehmende Interesse führt Dr. Niekrenz insbesondere auf das digitale Lernkonzept zurück: Videoaufzeichnungen realer Vorlesungen der Universität Rostock sowie fachspezifische Aufgabenformate werden über eine Online-Lernplattform zur Verfügung gestellt. So können die Juniorstudierenden lernen, wann und wo es am besten passt. Begleitet und beraten werden sie dabei von Studierenden, die das jeweilige Fach selbst an der Universität Rostock studieren: „Unsere Tutorinnen und Tutoren sind Ansprechpartner für alle fachlichen Fragen der Juniorstudierenden, sie organisieren auch Präsenztreffen an der Universität“, so Niekrenz.

Auch die Kooperation mit bundesweit 45 Gymnasien sowie der stete Ausbau des Vorlesungsangebots komme zudem bestens an. Neue Vorlesungen wie „Digitale Systeme“ mit Informatikprofessor Marc Reichenbach, „Mikrobiologie“ von Professor Mirko Basen oder zu den Deutsch-russischen Beziehungen im 20. Jahrhundert mit Historiker Professor Stefan Creuzberger wecken das Interesse der jungen Studierenden; die meisten von ihnen zwischen 14 und17 Jahren alt. Sogar die erste englischsprachige Veranstaltung zur Umweltökonomie von Wirtschafts-wissenschaftler Professor Aleksandar Zaklan ist stark nachgefragt: Allein 14 Juniorstudierende haben sich im Wintersemester eingeschrieben.

Andere Kurse mussten ihre Kapazität sogar begrenzen: „In den Kursen „Imperative Programmierung“, „Sozialpsychologie“ und „Biologie für medizinische Studiengänge“ ist tatsächlich jeder der 30 Studienplätze besetzt“, berichtet die Projektleiterin. Absoluter Spitzenreiter ist allerdings der Kurs „Neuroanatomie“ mit insgesamt 45 Juniorstudierenden.

Über 40 verschiedene Vorlesungsreihen zum digitalen Selbststudium bietet das Juniorstudium im Wintersemester insgesamt an. Vorlesungsangebote zu medizinischen Fächern, Mathematik und den Naturwissenschaften sowie den Wirtschafts-, Sozial und Rechtswissenschaften sind wieder besonders gefragt. Zwei Drittel aller Juniorstudierenden haben sich dafür im Wintersemester eingeschrieben. 

In einigen ausgewählten Fächern können die Juniorstudierenden außerdem an den regulären Klausuren für Studierende der Universität Rostock teilnehmen. Auch aus der Ferne – über sogenannte Teleklausuren des Juniorstudiums, die von Lehrpersonen ihrer Schule beaufsichtigt werden. Wer die Klausur besteht, hat dann schon eine Teilleistung eines späteren, regulären Studiums an der Universität Rostock absolviert, z.B. in den Kursen zur „Organischen Chemie“ oder „Imperativen Programmierung“. „So können die Juniorstudierenden nicht nur später Studienzeit sparen, sondern vor allem frühzeitig auch Studienerfahrungen sammeln“, betont Dr. Niekrenz. Zudem erkennen viele Schulen das Juniorstudium z.B. als Besondere Lernleistung oder benotetes Wahlpflichtfach auf dem Zeugnis an.

Damit die Juniorstudierenden die Universität Rostock auch einmal persönlich kennenlernen, findet am 10. Oktober das reguläre Präsenztreffen zum Semesterauftakt statt. Auf dem Ulmencampus stellen ihnen die Tutor:innen des Juniorstudiums auf einer „Info-Rallye“ auch ihre Studienfächer persönlich vor. Außerdem sind zwei Fachvorträge zum Einsatz Künstlicher Intelligenz sowie zur Strahlentherapie in der Tumorbehandlung geplant.

Kontakt:
Dr. Yvonne Niekrenz I Projektleitung Juniorstudium
Lehrtransferzentrum Universität Rostock
yvonne.Niekrenzuni-rostockde

Inga Bork I Projektkoordination
Lehrtransferzentrum Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-7647
inga.bork@uni-rostock.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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