Die wissenschaftliche Arbeit wird zunehmend digitaler, vernetzter und transparenter. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an den Umgang mit Forschungsdaten, die rechtssichere Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse und die Nutzung digitaler Infrastrukturen. Mit der Einrichtung der „Servicestelle für digitale Wissenschaft MV“ entsteht nun eine zentrale Anlaufstelle, die diese Entwicklungen hochschulübergreifend begleitet und gemeinsame Ressourcen für die Weiterentwicklung der digitalen Wissenschaftslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern bereitstellt.
Zu den zentralenAufgaben der Servicestelle gehören:
Forschungsdatenmanagement (FDM): Die Servicestelle vernetzt die Forschungsdaten-Community in Mecklenburg-Vorpommern und stärkt den Austausch zwischen bestehenden Akteurinnen und Akteuren. Ziel ist es, vorhandene Expertise und Infrastrukturen besser nutzbar zu machen, Synergien zu schaffen und die Hochschulen bei strategischen Fragen des Forschungsdatenmanagements zu unterstützen. Darüber hinaus fungiert die Servicestelle als Schnittstelle zwischen lokalen, nationalen und internationalen Initiativen.
Rechtliche Beratung zu Open Access und Open Science: Forschende und Hochschulangehörige erhalten Unterstützung bei rechtlichen Fragestellungen rund um Open Access, offene Bildungsmaterialien (OER) und Forschungsdaten. Damit werden eine rechtssichere Nutzung, Nachnutzung und Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse gefördert.
Stärkung des Wissenschaftsstandorts Mecklenburg-Vorpommern
„Ziel ist es, den freien Zugang zu Forschungsdaten und wissenschaftlichen Arbeiten zu gewährleisten. Mit der neuen Servicestelle ist ein wichtiger Baustein in der Open-Access-Strategie des Landes gelegt“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Der freie Zugang von Forschungsdaten und -ergebnissen wird dadurch entscheidend verbessert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler brauchen diesen freien Zugang durch Open Access. Nur mit einem umfangreichen und optimiertem Datenmanagement kann die Wissenschaft untereinander auch international kooperieren. Forschung ist auf die Erhebung und den Austausch von Daten ohne Hürden angewiesen.“
Die Rektorin der Universität Rostock, Prof. Elizabeth Prommer, sieht in der Vereinbarung auch einen strategischen Meilenstein: „Sie ist ein hervorragendes Beispiel für hochschulübergreifende Kooperation und ein Schlüssel für exzellente Forschung. Die neue Servicestelle bündelt Kompetenzen, fördert den Wissenstransfer zwischen den Hochschulen und unterstützt unsere Forschenden dabei, den steigenden Anforderungen einer modernen Wissenschaftslandschaft erfolgreich zu begegnen.“
Prof. Katharina Riedel, Rektorin der Universität Greifswald, hebt die Bedeutung der neuen Einrichtung hervor: „Offene Wissenschaft lebt vom freien Zugang zu Wissen. Mit der neuen Servicestelle schaffen wir in Mecklenburg-Vorpommern eine gemeinsame Infrastruktur, die die Forschenden der Universität Greifswald und die aller weiteren Hochschulen des Landes dabei unterstützt, Forschungsergebnisse und Daten sichtbar, nachnutzbar und dauerhaft zugänglich zu machen. Die Umsetzung der landesweiten Open-Access-Strategie erhält damit einen Schub.“
Die Direktorin der Universitätsbibliothek Antje Theise unterstreicht die Rolle der wissenschaftlichen Bibliotheken bei diesem Vorhaben: „Die Universitätsbibliotheken übernehmen eine Schlüsselrolle beim Aufbau nachhaltiger digitaler Infrastrukturen. Gemeinsam entwickeln wir Angebote weiter, die den gesamten Lebenszyklus von Forschungsdaten – von der Erhebung über die Speicherung bis hin zur Archivierung und Nachnutzung – professionell begleiten. Dazu gehört auch eine qualifizierte Rechtsberatung, die Forschende bei der Nutzung und Veröffentlichung ihrer Ergebnisse unterstützt.“
Mit der neuen Servicestelle stärkt Mecklenburg-Vorpommern seine Position als moderner und zukunftsorientierter Wissenschaftsstandort. Die Einrichtung leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Forschungsergebnisse sichtbar, nachvollziehbar und nachhaltig nutzbar zu machen und die Hochschulen des Landes auf ihrem Weg zu einer offenen und digitalen Wissenschaftskultur zu begleiten.
Kontakt:
Dr. Sebastian Schick
Universität Rostock
Team Forschungsdaten
Tel.: +49 381 498 8604
sebastian.schickuni-rostockde

