Studientag „Soziale Arbeit gegen Rechtsextremismus“ stärkt Prävention, Intervention und Haltung in der Praxis

Die Aktiven des ersten Workshops (Foto: privat).
Die Aktiven des ersten Workshops (Foto: privat).
Auf Exkursion in Magdeburg (Foto: privat).
Auf Exkursion in Magdeburg (Foto: privat).

Ziel des Studientages ist die Vorbereitung zukünftiger Fachkräfte auf den Alltag in der Prävention, Intervention und Haltung gegenüber extrem rechten Einflussnahmen in der Sozialen Arbeit. 

Der Tag begann mit einem Impulsvortrag, gefolgt von etwa 35 Workshops und einem Markt der Möglichkeiten. Zwei Workshops wurden von Studierenden der Universität Rostock angeboten:

  • Inklusions- und menschenrechtsorientierte Kinder- und Jugendhilfe: Widersprüche zu extrem rechter (Nicht-)Sozialpolitik. Der Workshop thematisierte, inwiefern extrem rechte sozialpolitische Tendenzen eine Kinder- und Jugendhilfe in Frage stellen, die für alle Kinder, Jugendlichen und Familien zugänglich sein soll und in den letzten Jahren eine fachpolitische Verständigung in Richtung einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe durchlaufen hat.
  • Umgang mit (extrem) rechtsorientierten Kindern und Jugendlichen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit: Ergebnisse eines studentischen Forschungsprojekts. Die Teilnehmenden erarbeiteten gemeinsam unter anderem auf Grundlage von Interviewausschnitten, wie Fachkräfte auf (extrem) rechtsorientierte Adressat:innen reagieren und wie diese Interaktionen und Interventionen gestalten. 

Die Teilnehmenden resümierten, dass das Thema Studierende von verschiedenen Standorten zusammenbringt und bei unterschiedlichem Vorwissen wertvolle Impulse lieferte. Eine Teilnehmende betonte, dass bislang keine umfassend empirisch gesicherten Gegenstrategien zur rechten Landnahme in der Sozialen Arbeit existieren. Die Studierenden sind sich einig: „Die Prinzipien von Inklusion und Menschenrechten geraten unter Druck, wenn rechtsextreme Ideologien Einfluss nehmen. Umso wichtiger ist es, zukünftige Fachkräfte darauf vorzubereiten.“

Der Studientag wird seit mehreren Jahren an wechselnden Hochschulstandorten ausgerichtet und ist aus dem Forum „Rechte Landnahmen und Demokratiefeindlichkeit in der Sozialen Arbeit“ in Kooperation der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) und der Kommission Sozialpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) hervorgegangen.

Weitere Informationen zum Studientag 2026

Kontakt: 
Prof.in Dr. Vicki Täubig
Universität Rostock
Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik
Tel.: +49 (0) 381 498 2699
Sekretariat: +49 (0) 381 498 2657
vicki.taeubiguni-rostockde 


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