Die Figur Alexanders des Großen besitzt für das Mittelalter eine besondere Strahlkraft, die sich in einer umfangreichen literarischen Produktion spiegelt: Teile des sogenannten ‚Alexanderromans‘ sind in über dreißig Sprachen überliefert. Die Wurzeln dieser Texttradition reichen bis in die Spätantike zurück. Der Vortrag lädt das Publikum zu einem Streifzug durch die Alexanderliteratur des englischen Mittelalters ein. Anhand ausgewählter englischer Texte und ihrer lateinischen Vorbilder suchen wir nach Antworten auf folgende Fragen: Wie haben die Autoren alt- und mittelenglischer Texte ihre Quellen übersetzt? Welche Perspektiven auf das Thema Eroberung werden in ihren Texten aufgeworfen? Schließlich: Inwiefern lassen diese Perspektiven Rückschlüsse auf die zeitgenössische Rezeption ihrer Texte zu? Damit widmet sich der Vortrag Fragen zur Genese und Kontinuität von Eroberungsdiskursen, die im Europa des einundzwanzigsten Jahrhunderts aktueller denn je sind.
Linkadresse zu weiteren Informationen: www.mediaevistik.uni-rostock.de
Kontakt: amnuni-rostockde

