Resolution des Akademischen Senats angesichts des Krieges in der Ukraine

Die bürgerlichen Freiheiten und die Freiheit der Wissenschaft sind untrennbar verbunden. Die Universität Rostock wie alle Universitäten in freien und rechtsstaatlichen Gesellschaften steht deshalb in der besonderen Verantwortung, für diese Freiheiten einzutreten und sich solidarisch mit denen zu zeigen, deren Freiheit eingeschränkt wird oder eingeschränkt zu werden droht. Die Universität verurteilt den von der russischen Regierung begonnenen Angriffskrieg auf die Ukraine und erklärt sich solidarisch mit allen unschuldigen Menschen, die durch diesen Krieg schwerstes Leid erdulden.

Wir wenden uns an die an unserer Universität arbeitenden und studierenden Ukrainer*innen und versichern Sie unserer intensiven Solidarität! Wir bitten Sie, sich ohne Zögern an Ihre Kolleg*innen, Kommiliton*innen, Lehrenden und Fachvorgesetzten zu wenden, wenn Sie bei der Suche nach Hilfe Unterstützung benötigen!

Wir wenden uns aber auch an die Russ*innen an unserer Universität. Wir gehen davon aus, dass Sie unsere Bemühungen für Frieden und Freiheit unterstützen. Unsere Ablehnung bezieht sich auf die völkerrechtswidrigen Handlungen der russischen Regierung, nicht auf das russische Volk.

Der Akademische Senat der Universität Rostock bittet die Verantwortlichen der Universität, insbesondere das Rektorat und die Dekanate, alle Möglichkeiten zu prüfen, wie wir ukrainische Wissenschaftler*innen und Studierende unterstützen und generell unsere Kontakte zu den Universitäten im Ostseeraum und Osteuropa und deren Wissenschaftler*innen und Studierenden intensivieren können, um das gemeinsame Anliegen des Lehrens, Lernens und Forschens in Freiheit zu fördern.

Rostock, 2. März 2022

Prof. Dr. Wolfgang Bernard
Vorsitzender des Akademischen Senats

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