Gleichstellungsmonitor Wissenschaft und Forschung

Der aktuelle „Gleichstellungsmonitor Wissenschaft und Forschung“ stellt die Entwicklung der Anteile von Frauen auf unterschiedlichen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen dar. Der Bericht zeigt, dass die sogenannte „Leaky Pipeline“, der systematische Verlust von Frauen auf dem akademischen Karriereweg, eine zentrale Hürde für Chancengleichheit im deutschen Wissenschaftssystem bleibt. Im Zehnjahreszeitraum zwischen 2013 und 2023 entwickelten sich die Anteile von Frauen auf den verschiedenen Qualifikationsstufen wie folgt:

- Erstimmatrikulationen von 49,8 % auf 52,4 %
- Studienabschlüsse von 51,2 % auf 53,1 %
- Promotionen von 44,2 % auf 46,3 %
- Habilitationen von 27,4 % auf 36,9 %
- Professuren von 21,3 % auf 28,8%

Der Trend ist positiv, jedoch insbesondere bei Habilitationen und Professuren noch auf einem zu niedrigen Niveau. Zwischen 2022 und 2023 erhöhte sich der Frauenanteil bei den Professuren von 28,0% auf nur 28,8%. Eine Parität von Professuren würde bei gleichbleibender Entwicklung erst 2054 erreicht werden. Unterscheidet man zusätzlich nach Besoldungsgruppen, ergeben sich ebenfalls deutliche Unterschiede: bei W1-Juniorprofessuren liegt der Frauenanteil bundesweit bei 49,4 %, sinkt aber deutlich bei C3/W2-Professuren auf 29,4 % und bei C4/W3-Professuren auf 25,0 %.

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) fordert deshalb mehr Chancengleichheit und nachhaltige Strukturveränderungen in Forschung und Hochschulen. Für mehr Informationen siehe Pressemitteilung sowie der ausführliche Bericht zum „Gleichstellungsmonitor der GWK“

 

Kontakt:
Dr. Heidrun Jander
Gleichstellungsbeauftragte der Universität Rostock
Tel.: +49 381 498-5743
gleichstellungsbeauftragte(at)uni-rostock.de


Zurück zu allen Meldungen