KOSMOS 2.1: Organisationsentwicklung

Lehrstuhl für Wirtschafts- und Organisationspsychologie, Prof. Dr. Friedemann Nerdinger

Zur Umsetzung des LLL-Konzeptes werden Methoden der Organisationsentwicklung (OE) eingesetzt, um die Entwicklungsziele für die Gesamtuniversität partizipativ zu erarbeiten und festzulegen. Für diese Umsetzungsprozesse konnte Herr Prof. Dr. Lutz von Rosenstiel, München, zusätzlich zum Lehrstuhlinhaber, Prof. Dr. Friedemann Nerdinger, gewonnen werden. In Zusammenarbeit mit dem Rektorat werden dezentral sowohl in den Fakultäten und Instituten als auch in den Dienstleistungseinrichtungen die Entwicklungsziele vermittelt, diskutiert und, wenn nötig, modifiziert. Basis hierfür sind nicht nur gesamtuniversitäre Ziele, sondern auch Entwicklungspläne für die Fakultäten und die angrenzenden Bereiche des Dienstleistungssektors, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Der OE-Prozess wird extern moderiert und umfasst verschiedene Aktivitätsfelder (siehe auch unter Organigramm).

Im Ergebnis des OE-Prozesses werden Forscher, Lehrende und Beschäftigte im Wissenschaftsmanagement sowie Dienstleistungssektor die Gestaltung und nachfragebezogene Entwicklung von Studien-(Weiterbildungs)angeboten für unterschiedliche Zielgruppen als eine wesentliche Arbeitsaufgabe akzeptieren und verwirklichen. Ziel ist die Verzahnung von Erstausbildung und wissenschaftlicher Weiterbildung und zugleich die Professionalisierung und Koordinierung von Weiterbildungsaktivitäten in den Fakultäten und Instituten in Kooperation mit der „Zentralen“. Dieser Prozess kann zur Neustrukturierung des ZQS führen.

Schwerpunkte und erwartete Ergebnisse in diesem Arbeitspaket:

  • Entwicklung einer Vision zum LLL an der Universität Rostock in Zusammenarbeit zwischen Universitätsleitung, Gremien, Arbeitsgruppen, Fakultäten, ZQS und dem Dienstleistungssektor
  • Festlegen der Steuerungs- und Kommunikationsinstrumente sowie der Aufgaben- und Rollenverteilung
  • Einsetzen einer Universitätskommission, Erstellen eines Arbeitsprogramms und Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeitsgruppen
  • Erstellung konkreter Arbeitspläne und Bestimmung der Schnittstellen zwischen Organisations- und Angebotsentwicklung
  • Operationalisierung verbindlicher Leistungsziele, Abschluss von Zielvereinbarungen
  • Gegenstromverfahren, Festhalten von Zwischenergebnissen, Erfassen der Prozessdarstellung unter Berücksichtigung der strategischen Ziele
  • Durchführung von jährlichen Workshops und einer Strategiekonferenz
  • Entwicklung eines Strategiepapiers zur Abstimmung in den Gremien
  • Empfehlungen für die Schaffung von „Supportstrukturen“
  • Maßnahmenkatalog zur sinnvollen Verzahnung der Organisationsentwicklung und Angebotsentwicklung


KOSMOS 2.2: Qualitätsentwicklung

Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE), Bonn

Die Qualitätsentwicklung ist ein Prozess tiefgreifender Veränderungen der Kommunikationskultur, Kooperation und Personalführung; im Projekt ist sie eng mit der Entwicklung der Organisation und der Studienmodelle verknüpft. Der Prozess der Qualitätsentwicklung erfolgt über die gesamte Laufzeit (Hierfür tätig bis August 2013 Prof. Dr. Dieter Gnahs).

Schwerpunkte und erwartete Ergebnisse in diesem Arbeitspaket:

  • Entwicklung eines Konzepts von Qualitätsmanagement in Bezug auf die Spezifik einer „Offenen Hochschule“
  • Festlegen von Indikatoren zur Messung von Wirksamkeit der Weiterbildungsprogramme in den Praxisfeldern
  • Prüfung vorhandener Anerkennungsmodelle und Kompetenzmessungsverfahren hinsichtlich der Übertragbarkeit auf die Universität Rostock
  • Optimierung von Qualitätsstandards in der Beratungspraxis nicht-traditioneller Zielgruppen
  • Evaluation der Lehre unter dem Blickwinkel hochschuldidaktischer Kompetenzen
  • Absolventenbefragung
  • Niveau des Bildungs- und Wissenschaftsmanagements

In der ersten Förderphase werden Konzepte für die oben genannten Ebenen entwickelt und exemplarisch erprobt; in der zweiten Phase erfolgt durch Qualitätsmanagement eine Prozesssteuerung (im Kontext der Organisationsentwicklung und der bereits existierenden Qualitätskreisläufe auf dezentraler und zentraler Ebene), eine Verbesserung der Qualität von Bildungsmaßnahmen und die Akkreditierung der Studiengänge und der neuen Studienformate.

KOSMOS 2.3: Finanzierung von Studienmodellen und Infrastruktur

Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und -besteuerung, Prof. Dr. Stefan Göbel

Für die neuen wie bewährten Studienmodelle und -formate sind tragfähige Finanzierungsinstrumente zu entwickeln, die in realistische Organisationsmodelle der Finanzierung und in ein tragfähi- ges Gesamtkonzept Lebenslangen Lernens münden. Mit Blick auf den Finanzbedarf sind unterschiedliche Ebenen und Aspekte zu berücksichtigen:

- Weiterbildende Studienprogramme und Studienmodelle,
- Bildungsberatung sowie Lernberatung und -begleitung,
- Geschäftsfeld Öffentliche Wissenschaft,
- Anreizsysteme für die Mitwirkung von Hochschullehrern.

Die für die Deckung des konkret ermittelten Finanzierungsbedarfs erforderlichen Finanzmittel kön- nen aus verschiedenen Quellen stammen. Neben der schon als traditionell zu bezeichnenden Gebührenfinanzierung sind neue Finanzierungsquellen aufzuzeigen, z.B. durch Kooperation mit Unternehmen, über die Vorfinanzierung aus vorübergehend nicht „verbrauchten“ Haushaltsmitteln (Rücklage) oder Stiftungsvermögen. Die haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen sind zu prüfen. Zusätzlich sind insbesondere bei der Zusammenarbeit mit Unternehmen die Regelungen des EU-Gemeinschaftsrahmen zu beachten.

Ein Teilziel des Projektes muss es sein, in Abstimmung mit der Hochschulverwaltung – den Dienstleistern – ein Instrumentarium von Finanzierungsmodellen zu entwickeln, die für neue Weiterbildungsmaßnahmen möglichst maßgeschneidert kombiniert werden können.

Schwerpunkte und erwartete Ergebnisse in diesem Arbeitspaket:

  • Erfassung der erforderlichen Finanzmittel für das Anreizsystem
  • Prüfung der Rechtsfragen, wie z. B. arbeitsrechtliche und dienstrechtliche Zulässigkeiten
  • Konzipierung der Modelle zur Umsetzung der gewünschten Anreizsysteme und der Kalkulation von Studienangeboten
  • Ermittlung von Indikatoren zur Zuordnung der Maßnahmen im Hoheitsbereich bzw. wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (ertrags- und umsatzsteuerliche Konsequenzen), Stichwort: EU-Rahmenrichtlinie
  • Überprüfung der haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich Anschubfinanzierun- gen von Projekten aus vorübergehend nicht verbrauchten Haushaltsmitteln (Rücklagen) oder Stiftungsvermögen
  • Entwicklung einer Handreichung zur Einordnung geplanter Bildungsmaßnahmen in den Hoheitsbereich bzw. wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb der Universität einschließlich der sich ergebenden Konsequenzen für die Besteuerung und die Trennungsrechnung nach der EU- Gemeinschaftsrichtlinie
  • Entwicklung eines Instrumentariums von Finanzierungsmodellen, die für neue Weiterbildungsmaßnahmen maßgeschneidert kombiniert werden können
  • Entwicklung von Tools zur einzelfallbezogenen Kalkulation von einzelnen Bildungsmaßnahmen
  • Entwicklung eines Controllingtools zur Überwachung und Steuerung des Finanzbedarfs für das gesamte Weiterbildungsangebot