Stabsstelle Diversity

Die Stabsstelle Diversity ist strukturell im Rektorat bei der Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement, apl. Prof. Meike Klettke, angesiedelt und wird von RD Andreas Tesche  geleitet. Sie unterstützt die strategische Entwicklung der Universität in den übergreifenden Handlungsfeldern Vielfaltsmanagement und Chancengerechtigkeit, Willkommenskultur, Inklusion und Barrierefreiheit, Gesundheitsmanagement, Familienfreundlichkeit sowie Gleichstellung. Zur zielgerichteten Förderung von (Nachwuchs-)Wissenschaftlerinnen ist das Projekt KarriereWegeMentoring ebefalls in der Stabsstelle angesiedelt.

Wir betrachten uns als Ideengeber für die Verbesserung der Arbeits- und Studienbedingungen an der Universität Rostock und orientieren uns im Rahmen einer sozialen Nachhaltigkeitsstrategie vor allem an den 17 Zielen der UN-Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung. Das Ziel der Stabsstelle besteht darin, Bereiche und Projekte auf allen Handlungsfeldern zu vernetzen und ein übergreifendes Diversity-Management für die Universität Rostock zu etablieren sowie im Rahmen des bundesdeutschen Netzwerkes UniNetzPE adäquate Personalstrategien für die Beschäftigten voranzutreiben. Die Universität Rostock ist Mitglied im „Netzwerk Bielefelder Fragebogen“ und gestaltet durch Beschäftigten- und Studierendenbefragungen gemeinsam mit allen Mitgliedergruppen die Führungs-/Arbeits- und Studienkultur der Universität.

Team Vielfalt auf den Treppen im Hauptgebäude der Universität.
v.li.: Ariane Sennewald, Paul Freitag, Birgit Kosicki, Ivette Döring, Dr. Uta Buttkewitz, Dr. Stefanie Westermark, Lucia Weiberg, Karolin Hansen, Prof. Meike Klettke, Andreas Tesche, Anja Rosin. Nicht im Bild: Annette Meier.

Sprechen Sie uns an!

Gerne unterstützen wir Sie bei der Organisation von Veranstaltungen, entwickeln Kurzworkshops orientiert an Ihren Bedürfnissen und Problemlagen, beraten Sie bspw. zur Anwendung diskriminierungsarmer Sprache oder geben Ihnen Hinweise zu verschiedenen Weiterbildungs- und Sensibilisierungsangeboten.

Aktuelles

Thementage Antisemitismus - distanced edition vom 16. bis 23. November
Auf einem dunkelblauen Hintergrund in Aquarell-Optik sind in drei gelb umrandeten Kästchen die Veranstaltungen kurz beschrieben. Am unteren Rand des Flyers sind die Logos der Uni, des AStA und es Vielfaltsmanagements (v.l.n.r.) abgebildet.

Eigentlich für April geplant finden die Thementage Antisemitismus 2020 nun in der "distanced edition" im November statt – denn auch 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz stellen antisemitische Straftaten und Einstellungen noch immer ein Problem dar. Durch die Thematisierung von Antisemitismus möchten das Vielfaltsmanagement und der AStA zu einer Hochschulkultur beitragen, in der Toleranz und Weltoffenheit unverzichtbare Werte sind. Die Thementage sollen den Angehörigen der Universität Rostock sowie der interessierten Öffentlichkeit eine Möglichkeit bieten, sich mit diesem gesellschaftlich relevanten Thema auseinanderzusetzten. In zwei Vorträgen und einem online-Workshop wird in dieser "distanced edition" auf zeitgenössische Formen des Antisemitismus eingegangen: Das Programm finden Sie hier.

Seminar: "Unbewusste Vorurteile?!" am 11. Dezember 2020
Das Plakat zeigt auf der linken Seite unterschiedliche Kakteen, die bis zur Bildmitte reichen. Die rechte Hälfte des Plakates hat grauen Hintergrund und gibt Informationen zum Seminar in schwarzer Schrift. Das Plakat hat einen weiß auslaufenden Rand, am unteren Ende sind nebeneinander von links nach rechts die Logos der Uni Rostock, des Vielfaltsmanagements und von living diversity.

Im Workshop werden Unconscious Biases beleuchtet, also unbewusste Vorurteile, Denkmuster und stereotype Zuschreibungen, von denen niemand befreit ist. So soll unter anderem ein Bewusstsein dafür entwickelt werden, dass unbewusste Vorurteile auch zu unbewusstem Verhalten mit negativen Auswirkungen führen. Dafür wird analysiert, wie sich bewusste und unbewusste Vorurteile im Alltag, am Arbeitsplatz und auf strukturell-gesellschaftlicher Ebene als (unbeabsichtigte) Diskriminierungen manifestieren können. Die ethnische wie soziale Herkunft und das Geschlecht spielen zum Beispiel grundsätzlich eine Rolle und damit verbundene unbewusste Assoziationen können zu Verzerrungen bei der Einstellung und Auswahl von Personal führen. Auch Hautfarbe, Alter, Religion, sexuelle Orientierung und Behinderung können sich in bewussten und unbewussten Bewertungen manifestieren.

Zielgruppe: alle Universitätsmitglieder

Termin: Freitag, 11. Dezember 2020, 09:00-17:00 Uhr

Trainerin: Gabriele Maria Gerlach, living diversity
Sprache: Deutsch
Teilnahmegebühr: kostenlos
Anmeldung unter: diversityuni-rostockde
Anmeldefrist: Freitag, 04. Dezember 2020

Weitere Informationen finden Sie hier!

Aktuelle Umfrage für LSBT*I*Q+ Personen am Arbeitsplatz

Wir möchten Sie auf eine aktuelle Umfrage hinweisen, die für Sie von Interesse sein könnte. Die Studie widmet sich der Arbeitssituation von LSBT*I*Q+ (lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter*, queeren) Beschäftigten. Sie wird durchgeführt vom IDA | Institut für Diversity-und Antidiskriminierungsforschung unter Leitung von Prof. Dr. Dominic Frohn und gefördert von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) und dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW (MKFFI NRW).

Dabei verfolgen wir das Ziel, Perspektiven der bisherigen wissenschaftlichen Forschung zu erweitern, sodass in dieser Studie zwei neue Hauptschwerpunkte berücksichtigt werden können. So freuen wir uns zum einen, erstmals die Arbeitssituation von intergeschlechtlichen Beschäftigten in Deutschland berücksichtigen zu können und Ihnen einen komplett neu entwickelten Fragebogen zu dieser Thematik präsentieren zu können. Zum anderen wird sowohl in dem Fragebogen für intergeschlechtliche Personen als auch in einem gesonderten Fragebogen (zugehörige Links s. angefügte Schreiben) für LSBT*Q+ Beschäftigte erstmalig der Umgang mit der eigenen sexuellen und/oder geschlechtlichen Identität und/oder Intergeschlechtlichkeit im Kunden_innenkontakt untersucht. Bitte beachten Sie also, dass es zwei Links für die beiden verschiedenen Zielgruppen der Studie gibt. Es geht uns darum, erste wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur (Arbeits-)Situation von inter* Menschen zu erfassen und diese mit der aktuellen Situation von LSBT*Q+ Beschäftigten – ergänzt durch bisher nicht berücksichtigte Aspekte wie den Kunden_innenkontakt – vergleichen zu können, um auf dieser Grundlage aktiv zu Veränderungen beizutragen, die sich aus den Ergebnissen ableiten lassen.

Den Link für die Studie, die sich speziell an inter* Personen (die sich natürlich auch als LSBT*Q+ identifizieren können) richtet finden Sie hier. Diese Befragung wird ca. 45 Minuten dauern. Wir wissen, dass dies eine relativ lange Zeit ist. Um diesem bedeutenden Thema gerecht zu werden, war es uns jedoch wichtig, Ihnen ausreichend Möglichkeiten zu geben, Ihre Situation darzustellen.

Den Link für die Studie, die sich an LSBT*Q+ (lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, queere) Personen richtet finden Sie hier. Diese Befragung wird ca. 25 Minuten dauern. Die Befragung ist etwas kürzer, da wird auf bereits bestehende Forschungserkenntnisse zurückgreifen können und an dieser Stelle versuchen, mit Ihren zeitlichen Kapazitäten verantwortungsbewusst umzugehen.

Hinweise für ein rassismuskritisches Selbstlernen

Die Universität Rostock versteht sich als weltoffene Hochschule und möchte als Ort des Lernens und Forschens mit ihrer 600jährigen Geschichte ein sicheres Fundament für die Themen und Herausforderungen der Zukunft bieten. Eine andauernde Herausforderung für die Gesellschaft in der wir leben sind Ausgrenzungs- und Unterdrückungsmechanismen. Unsere Universität hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Selbstständigkeit und Selbstverantwortung, nicht nur ihrer Studierenden, sondern aller Angehörigen zu fördern. Aus diesem Grund finden Sie in der Diversity Toolbox eine Übersicht mit Informationsmaterialien und Hinweisen, die ein rassismuskritisches Denken fördern und Ihnen helfen sollen, sich mit eigenen Stereotypen, Privilegien und Denkmustern auseinanderzusetzten.

Handlungsempfehlungen für eine barrierefreie, digitale Lehre

Um die Lehrenden im digitalen Sommersemester 2020 zu unterstützen, wurden im Rahmen des Projekts Inklusive Hochschule Handlungsempfehlungen für eine barrierefreie, digitale Lehre erstellt. Online-Lehre ermöglicht insbesondere bei asynchron angebotenen Lehrformaten ein hohes Maß an Barrierefreiheit. Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, um den Zugang für alle Studierenden gleichermaßen zu ermöglichen. 

Die Handlungsempfehlungen können unter folgendem Link heruntergeladen werden:

https://www.uni-rostock.de/universitaet/vielfalt-und-gleichstellung/inklusive-universitaet/inklusive-hochschule/handlungsempfehlungen-fuer-eine-barrierefreie-digitale-lehre/

Konferenz “5+ Jahre - Wir schaffen das” - Geschichte, Ängste, Hoffnungen und Perspektiven der Flüchtlingsarbeit an der Uni Rostock im März 2021

„Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das!“ Als Angela Merkel am 31. August 2015 in der Bundespressekonferenz diesen Satz zu Protokoll gab, konnte sie nicht ahnen, dass dies ihr umstrittenster Ausspruch werden sollte, der bis heute das Land politisch und gesellschaftlich spaltet. Galt den einen „Wir schaffen das“ als Kernmotto einer neuen deutschen Willkommenskultur, sahen ihn andere als leichtfertige Verharmlosung eines komplexen Problems und geradezu als Einladung an Tausende Syrer und Afghanen, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen. 

1,3 Millionen Geflüchtete kamen damals im „Flüchtlingsjahr“ 2015 in die Bundesrepublik. Allein im September und Oktober, auf dem Höhepunkt der sog. „Flüchtlingskrise“, beherbergte die Hansestadt Rostock etwa 26.000 Geflüchtete. In einer beeindruckenden Demonstration zivilgesellschaftlichen Engagements setzte sich eine große Zahl Rostocker Bürgerinnen und Bürger, viele von ihnen Studierende der Universität, unermüdlich und rund um die Uhr für das Wohl der Geflüchteten in der Hansestadt ein. Seit der Schließung der Balkanroute und anderen Maßnahmen hat sich die Zahl der Geflüchteten in den vergangenen zwei Jahren massiv reduziert; Flucht und der Umgang mit Geflüchteten zählen jedoch weiterhin zu den politisch brisantesten Themen und die Debatten, die sich darum ranken, sind der Hauptgrund für das Erstarken des Rechtspopulismus. 

Rostock versucht weiterhin, positive Zeichen zu setzen und gehörte zu den ersten Städten, die sich 2018 in einer gemeinsamen Erklärung als "Sichere Häfen" zur Aufnahme von aus Seenot geretteten Geflüchteten bereit erklärten. Mittlerweile haben sich rund 60 deutsche Städte der Erklärung angeschlossen. Die Universität hat ein umfassendes Serviceangebot für studieninteressierte Geflüchtete geschaffen und viele von ihnen in diverse Studiengänge aufgenommen. Grund zur Selbstzufriedenheit sollte dies jedoch nicht sein. Ein halbes Jahrzehnt nach Merkels prägendem Slogan bedarf es einer kritischen Bilanz des bisher Erreichten, aber auch der weiterhin bestehenden Herausforderungen.

Wie ist die gegenwärtige Situation von Flucht und Migration? Kann die Integration von Geflüchteten als gelungen gelten oder sind weiterhin deutliche Defizite auszumachen? In welchem Zusammenhang stehen die Dynamiken von Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und rechter Gewalt mit den Debatten um Flucht und Asyl? Welche Strukturen wurden in Land und Stadt sowie im Hochschulbereich in Reaktion auf die Ereignisse und Entwicklungen seit 2015 geschaffen und inwieweit bedürfen diese der Konsolidierung und des weiteren Ausbaus? 
Dies sind einige der zentralen Fragen, mit denen sich die Flüchtlingskonferenz, die vom RIH organisiert wird, am 4. und 5. März 2021 beschäftigen wird. In einem Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit werden sich Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion mit einer breiten Palette an praxisbezogenen Themen rund um die Arbeit mit Geflüchteten in Mecklenburg-Vorpommern und vor allem in Rostock befassen. Ein kulturelles Rahmenprogramm sowie eine Fotoausstellung werden die Diskussionen abrunden. 

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier!

Änderung von Vornamen und Geschlecht in Stud.IP und ILIAS

Die Universität Rostock begreift Vielfalt als Chance und die Verwirklichung von Chancengerechtigkeit als eine ihrer Kernaufgaben. Es gilt also, die Studier- und Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass jede Person ihre Potenziale entwicklen und ihre Individualität optimal entfalten kann. Um Diskriminierungen und Zwangs-Outings entgegenzuwirken, besteht die Möglichkeit, ihren Vornamen und die Angabe zum Geschlecht gemäß ihres Ergänzungsausweises in den universitätsinternen Systemen Stud.IP und ILIAS anzeigen zu lassen.

Die Umsetzung des Datenverarbeitungsverfahrens erfolgt durch das Anlegen eines separaten Datensatzes. Dieser befindet sich in Stud.IP und wird durch die Prorektorin für Gleichstellung, Internationales und Vielfaltsmanagement gepflegt. Sofern Sie in die Datenverarbeitung einwilligen, werden Nutzungskennzeichen, Vorname und Geschlecht erhoben und in einer gesonderten, von anderen Nutzer*innen nicht einsehbaren Tabelle eingetragen. Im Bedarfsfall wenden sie sich bitte an die Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement.

Eine Änderung der E-Mail-Adresse für Stud.IP und ILIAS muss gesondert beim IT- und Medienzentrum beantragt werden.

Feedback-Bereich Inklusion

Feedback-Bereich Inklusion

Über das Kontaktformular können Anregungen, Wünsche sowie konkrete Hemmnisse gemeldet werden, um die Universität Rostock so barrierefrei wie möglich zu gestalten.

Toolbox

Toolbox

In der Diversity Toolbox werden Informationen, Methoden und praktische Hinweise für eine diversitätsbewusste Lehre und Verwaltungsvorgänge zusammengefasst.

Glossar

Glossar

Das Glossar erläutert Begrifflichkeiten rund um das Themenfeld Diversity, um eine grundlegende Idee für den universitären Kontext zu vermitteln.

Leitlinien für das Vielfaltsmanagement der Universität Rostock

Deckbltatt Leitlinien Vielfalt

Die Vielfalt unserer Studierenden, Mitarbeitenden und Fachkulturen ist essentielle Voraussetzung für innovative Forschung und Lehre. Vielfalt bereichert unseren Hochschulalltag und stellt uns vor Herausforderungen. Mit den Leitlinien für das Vielfaltsmanagement an der Universität Rostockschreiben wir unsere Grundhaltungen gegenüber den Angehörigen der Universität Rostock fest und definieren, was wir unter Vielfalt und Vielfaltsmanagement verstehen. Die Leitlinien wurden vom Rektorat, vom Akademischen Senat und von der Kommmission für Vielfalt und Chancengleichheit beschlossen.

Diversity makes you feel alive

Vielfalt an der Universität Rostock

Zum 5. Deutschen Diversity-Tag am 30. Mai hat die Koordinierungsstelle Vielfalt und Gleichstellung einen Diversity-Film gedreht.

Seit April 2009 ist die Universität Rostock eine Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt. Die Universität Rostock schätzt die Wichtigkeit der Vielfältigkeit ihrer Hochschulmitglieder, die nicht nur unterschiedliche Lebens- und Berufserfahrungen mitbringen, sondern das Leben an der Universität mit ihrem Wissen, vielfältigen Sichtweisen, Fähigkeiten und Talenten bereichern. Die Universität Rostock ist fest überzeugt, dass die Verschiedenartigkeit ihrer Mitglieder Chancen für kreative Lösungen, innovative Ansätze und Entwicklungen eröffnet.

Kontakt

Stabstelle Diversity
Universitätsplatz 1, Raum 012 bis 015  II   Universitätsplatz 5, Raum 205 bis 207
18055 Rostock