Unser Workshop-Angebot

Die Implementierung von Diversität in den eigenen Arbeitsbereich an der Universität ist nicht immer einfach. An unterschiedlichen Stellen können sich Problematiken verbergen, die auf den ersten Blick nicht direkt erkennbar sind. Gerne unterstützen wir Sie beispielsweise bei der (barrierearmen) Organisation von Veranstaltungen, entwickeln Kurzworkshops orientiert an Ihren Bedürfnissen und Problemlagen oder beraten Sie zu verschiedenen Weiterbildungs- und Sensibilisierungsangeboten. 

kostenlose Kurzworkshops

Kontaktieren Sie uns, um einen Termin für einen kostenlosen Kurzworkshop in ihrem Bereich zu vereinbaren. Die Zeiten können je nach Thema und Vorkenntnissen zwischen 2 - 4 Stunden variieren, die Gruppengröße kann maximal 15 Teilnehmende umfassen. Folgende Inhalte können aufbereitet werden:

  • Sensibilisierung und Grundlagen zu Diversität in der Hochschule
  • Sensibilisierung und Grundlagen zu Diskriminierungen im Hoschschulkontext
  • Implementierung von Diversityaspekten in die Lehre
  • diskriminierungsarme Veranstaltungsorganisation
  • Anfänge des Frauenstudiums (durchgeführt als Rundgang)

In Absprache können die Workshopthemen auch als Präsentation/ Vortrag durchgeführt werden. 

Sollten Sie sich für die Durchführung eines Workshops zu einem anderen diversitätsrelevanten Thema interessieren, können wir Sie bei der Suche nach passenden Referierenden unterstützen oder die jeweiligen Inhalte ggf. für Sie erarbeiten. 

 

Auf dem Bild zu sehen ist ein Ausschnitt von einem Diversity Grundlagen- und Sensibilisierungsseminar. Drei Personen sitzen nebeneinander in einem Stuhlkreis.

Ansprechperson:

Karolin Hansen 
Koordinatorin Vielfaltsmanagement 
und chancengerechte Universität
Tel.: +49 381 498-1313
karolin.hansen2uni-rostockde

kommende Veranstaltungen

> Diskriminierung im schulischen Kontext

Aufgrud der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie können die Veranstaltungen nicht in Präsenzform abgehalten werden. Die Vorträge werden daher als Online-Version zu den angegeben Zeiten stattfinden. Für die Workshops bemühen wir uns um zeitnahe Termine in Präsenzform. Für aktuelle Informationen melden Sie sich bitte über StudIP für die einzelnen Veranstaltungen der Reihe an. 

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) und den AStA-Referaten für Lehramt und Antidiskriminierung und Gleichstellung organisiert das Vielfaltsmanagement eine Vortrags- und Workshopreihe zum Umgang mit Diskriminierungen in der Schule. Diese richtet sich an Studierende der Lehramtsstudiengänge. In drei Vorträgen gehen Referent*innen auf die Felder sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, Sexismus sowie Rassismus ein. Zwei Workshops sollen den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, eigenständig Präventions- und Handlungsmethoden für diskriminierendes Verhalten zu erarbeiten. Für die Besuche der Veranstaltungen werden (auf Nachfrage) Teilnahmebestätigungen ausgestellt. Beim Besuch aller Vorträge sowie eines Workshops ist der Erhalt eines Zertifikats vom ZLB möglich. Anmeldungen erfolgen über StudIP.

 

 

Die Veranstaltungen im Überblick:

Vortrag 1: Sexuelle & geschlechtliche Vielfalt als Zeichen einer demokratischen & diskriminierungsarmen Schule

„Schwul“ ist eines der beliebtesten Schimpfworte auf deutschen Schulhöfen. Wie ist die Lage wirklich? Welche Aspekte gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit haben welche Auswirkungen und wie kann ich handeln? – Nach einer ersten Begriff sklärung wird im Vortrag zunächst die Situation von LGBTIQ*- Schüler*innen und Lehrer*innen – auch in Hinblick auf andere Dimensionen von Diversity und der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit – beleuchtet und mit rechtlichen Informationen unterfüttert. Im zweiten Teil geht es um konkrete Handlungsoptionen in der pädagogischen Alltagspraxis.

Der Referent Benjamin Ehlers ist Vorsitzender der AG Queere Lehrer*innen im Landesverband Hamburg der GEW sowie Sprecher des Stammtischs Schwuler Lehrer und Mitglied im Arbeitskreis Vielfalt am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung.

Ort: Ulmencampus Audimax
Zeit: Montag, 18. Mai 2020, 17:15 – 18:45 Uhr
StudIp: 180520 (Anmeldung bis 17. Mai 2020 18 Uhr)

Vortrag 2: Sexismus im schulischen Kontext

Scheinbar harmlose Kommentare wie „Ich brauche mal zwei starke Jungs*“ oder Pauschalisierungen wie „Mädchen* sind schlechter in Mathe“ vermitteln sexistische Rollenbilder und tragen zu Ungleichberechtigung in unserer Gesellschaft bei. – Im Vortrag soll es darum gehen, was Sexismus eigentlich bedeutet, welche Relevanz das Thema für den schulischen Kontext hat und wie es gelingen kann, sexistischer Diskriminierung entgegenzuwirken.

Die Referentin Susann Riske ist Bildungsreferentin* der Fachstelle für Mädchen*arbeit & Genderkompetenz der LAG Mädchen* und junge Frauen* in Sachsen e.V., Dipl. Sozialpädagogin*/Sozialarbeiterin* (FH), Gendertrainerin* und system. Beraterin* sowie M.A. Angewandte Sexualwissenschaft (i.A.).

Ort: Ulmencampus Audimax
Zeit: Dienstag, 16. Juni 2020, 17:15 – 18:45 Uhr
StudIp: 160620 (Anmeldung bis 15. Juni 2020 18 Uhr)

Vortrag 3: Rassismus(kritik) im Lehrer*innenzimmer

In seinem Vortrag geht der Referent sowohl auf ausgewählte Ergebnisse seiner Dissertation mit dem Titel „Rassismuserfahrungen im Lehrer*innenzimmer“ als auch auf Studien zum Thema „Rassismus im Klassenzimmer“ ein. – Im Fokus des Vortrags steht die folgende Frage: „Warum ist es nach wie vor schwierig über Rassismus(erfahrungen) in Gesellschaft und Schule zu sprechen?“

Der Referent Prof. Dr. Karim Fereidooni ist Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der Ruhr-Universität Bochum.

Ort: Ulmencampus Audimax
Zeit: Dienstag, 23. Juni 2020, 17:15 – 18:45 Uhr
StudIp: 230620 (Anmeldung bis 22. Juni 2020 18 Uhr)

Workshop: Diskriminierung im Schulalltag begegnen

Viele Menschen haben es schon als Betroffene erlebt. Wiederum andere haben es schon als Täter*innen getan. Die Rede ist von Diskriminierung. Doch wo fängt Diskriminierung eigentlich an? Und gibt es einen Unterschied zu Ungleichbehandlung, Mobbing oder Bullying? Welche Rolle spielen Stereotype und Humor dabei? Es liegt auf der Hand: An Schule ist Diskriminierung ein zentrales Thema. Was ist zu tun, wenn eine Schülerin „Du schwule Sau!“ ruft? Oder ein Schüler: „Du Spasti“? Oder wenn eine Kollegin oder ein Kollege sich rassistisch gegenüber Schülerinnen und Schülern äußerst? Oder wenn an einer Schule off ensichtlich rechtsextreme Codes benutzt werden? Oder, oder, oder…

Wenn Du bei diesen Fragen nachdenklich wirst, bist Du im Workshop »Diskriminierung im Schulalltag begegnen« richtig. In einem intensiven und inhaltlich wie methodisch vielseitigen Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit dem spannenden und herausfordernden Thema der Antidiskriminierungsarbeit auseinander. Auf Basis elementarer Theorie liegen die Foki des Praxisworkshops auf Selbsterfahrung, Praxisbezug und Handlungsorientierung. Hier bieten wir zwei Workshops an, die inhaltlich ähnlich aufgebaut sind.

Wahltermin 1
Zeit: Fr., 19. Juni 2020 13 – 18 Uhr, Sa., 20. Juni 2020 09 – 18 Uhr
Ort: Ulmencampus, Haus 1, Seminarraum 021
StudIp: 190620 (Anmeldung bis 12. Juni)

Wahltermin 2
Zeit: Fr., 19. Juni 2020 14 – 19 Uhr, Sa., 20. Juni 2020 10 – 19 Uhr, So., 21. Juni 2020 10 – 15 Uhr
Ort: Ulmencampus, Haus 1, Seminarraum 118
StudIp: 190620 (Anmeldung bis 12. Juni)

> Webinar: Diversity Grundlagen- und Sensibilisierungstraining

 

In dem eintägigen Grundlagen- und Sensibilisierungstraining lernen die Teilnehmenden den Diversity-Ansatz kennen. Sie erwerben ein Verständnis zur Entstehung und Wirkung von Vorurteilen und schärfen das Bewusstsein für Diskriminierungsmechanismen und gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse. Die Teilnehmenden werden darin unterstützt, einen anerkennenden Umgang mit Vielfalt und den damit verbundenen Herausforderungen zu entwickeln.

Zunächst werden die Kerndimensionen von Diversity betrachtet: Alter, Geschlecht/ Gender, sexuelle Orientierung, Geistige und Körperliche Fähigkeiten, nationale Herkunft/ Ethnie, Soziale Herkunft, Religion und Weltanschauung. Durch Sensibilisierungsübungen werden die Teilnehmenden aufgefordert, ihren Blick auf diskriminierende, tendenziöse oder ehrverletzende Mechanismen hin zu schärfen. Es geht auch darum, die eigenen Denk- und Wahrnehmungsmuster kritisch zu hinterfragen. Durch diesen Perspektivwechsel und im gegenseitigen Austausch können neue Sichtweisen entwickelt werden. Zudem werden rechtliche Aspekte, wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und das Konzept des Diversity Managements betrachtet, das zunehmend sowohl in internationalen Konzernen als auch in kleineren und mittelständischen Unternehmen, in Universitäten, Schulen und Stadtverwaltungen, in Verbänden und Nichtregierungsorganisationen eingesetzt wird.

Zielgruppe: alle Universitätsmitglieder

Termin: Freitag, 12. Juni 2020, 09:00-17:00 Uhr +++ als Webinar +++

Trainerin: Gabriele Maria Gerlach, living diversity
Sprache: Deutsch
Teilnahmegebühr: kostenlos
Anmeldung unter:karolin.hansen2uni-rostockde
Anmeldefrist: Freitag, 05. Juni 2020