Landesgraduiertenförderung

Die Universität Rostock vergibt vorbehaltlich der Bereitstellung entsprechender Finanzmittel Stipendien zur Vorbereitung auf die Promotion nach Maßgabe des Landesgraduiertenförderungsgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern vom 20.11.2008 und der Verordnung zur Durchführung des Landesgraduierten-förderungsgesetzes von Mecklenburg-Vorpommern vom 23. März 2010.

Corona Sonderinformation

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn es auf Grund der Corona-Krise zu Verzögerungen bzw. Problemen in der Durchführung Ihres Promotionsvorhabens kommt. Bei Bedarf werden wir uns um entsprechende Lösungen kümmern.

Bei Fragen zur Landesgraduiertenförderung wenden Sie sich bitte per E-Mail an Frau Engler unter der E-Mailadresse  susanne.engler(at)uni-rostock.de

Aktuelles/ Termine

In Moment werden keine Stipendien der Landesgraduiertenförderung ausgeschrieben.

Die nächste Ausschreibung wird sich voraussichtlich auf Stipendien mit einer Laufzeit ab 01.10.2021 beziehen.


Allgemeine Informationen

Fördervoraussetzungen

Fördervoraussetzungen

Das Verfahren beginnt mit einer Ausschreibung, die rechtzeitig hochschulöffentlich bekannt gegeben wird.

Bewerben kann sich, wer:

  • ein Hochschulstudium abgeschlossen hat das die Zulassung zur Promotion ermöglicht,
  • weit überdurchschnittliche Studien- und Prüfungsleistungen (besondere Qualifikation) nachweist,
  • zur Promotion an der Universität Rostock zugelassen ist und dort durch einen Professor oder Hochschuldozenten wissenschaftlich betreut wird und
  • ein wissenschaftliches Vorhaben beabsichtigt, das einen wichtigen Beitrag zur Forschung erwarten lässt oder
  • ein wissenschaftliches Vorhaben beabsichtigt, das einen Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft des Landes erwarten lässt.

Zur Antragstellung ist ein Formular zu verwenden. Dieses Formular und weitere Einzelheiten zur Bewerbung sind der jeweils aktuellen Stipendienausschreibung zu entnehmen.

 

Von einer Förderung ausgeschlossen ist, wer:

  • bereits promoviert worden ist,
  • für dasselbe Vorhaben bereits eine Förderung von öffentlichen oder privaten Einrichtungen erhält oder erhalten hat,
  • für ein anderes Promotionsvorhaben bereits eine Förderung von öffentlichen Einrichtungen oder von mit öffentlichen Mitteln geförderten privaten Einrichtungen erhält oder erhalten hat,
  • sich in einem Ausbildungsgang oder in einer beruflichen Einführung befindet, sofern diese Ausbildung nicht zum Zwecke und für die Dauer des Vorhabens unterbrochen ist oder
  • berufstätig ist, es sei denn, es handelt sich um eine mit der Förderung zu vereinbarende Tätigkeit in geringem Umfang,

 

Ordnungsgemäß eingereichte und vollständige Anträge durchlaufen ein zweistufiges Auswahlverfahren. Die Förderung wird zunächst für ein Jahr bewilligt.

Auf Antrag wird die Fördermaßnahme um ein weiteres Jahr verlängert. In der Regel soll die Promotion nach zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen sein.

Haben besondere Gründe das verhindert, besteht im Ausnahmefall die Möglichkeit, dass Stipendium zweimal um jeweils 6 Monate zu verlängern. Eine Verlängerung über die Regelförderdauer kommt jedoch nur in Frage, wenn ein Abschluss des Vorhabens auf Grund von fachlichen Gründen, die nicht von der Stipendiaten oder dem Stipendiaten zu vertreten sind (z.B. unvorhergesehene Verzögerungen in der Laufzeit von Versuchen und Erhebungen, besonders schwierige Erschließung von Arbeitsmaterial), nicht möglich war.

Das monatliche Grundstipendium beträgt 1.100 Euro. In besonderen Fällen gibt es einen Familienzuschlag von 150 Euro für jedes erste und 100 Euro für jedes weitere Kind.

Wenn für die Durchführung des Promotionsvorhabens ein längerer Auslandsaufenthalt notwendig ist, kann die Landesgraduiertenförderung zu diesem Zweck mit einem Aufstockungsstipendium des DAAD ergänzt werden. Das Aufstockungsstipendium ist gesondert zu beantragen.

Antragsinformationen Erstantrag

Antragsinformationen Erstantrag

Für die erstmalige Antragstellung benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Antragsformular
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Beglaubigte Kopie des Hochschulabgangszeugnisses
  • Vorhabensbeschreibung/ Konzeption
  • Gutachten des wissenschaftlichen Betreuers/ der wissenschaftlichen Betreuerin (Professorin oder Professor)
  • Zweitgutachten eines weiteren Hochschullehrers oder Hochschullehrerin
  • Zustimmungserklärung der Einrichtung, an der das Vorhaben durchgeführt wird

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Punkten finden Sie im "Leitfaden zur Antragstellung"

Verlängerungsanträge/ Arbeitsberichte

Verlängerungsanträge/ Arbeitsberichte

Die Beantragung der Stipendienverlängerung innerhalb der Regelförderdauer  (Fördermonate 13 bis 24) erfolgt bis 8 Wochen vor Ablauf der Förderung formlos unter Abgabe eines Arbeitsberichtes, aus dem sich der sachliche und zeitliche Verlauf der bisherigen Arbeit und ein Arbeits- und Zeitplan für die Lösung noch offener Probleme ergeben. Der wissenschaftliche Betreuer/ die wissenschaftliche Betreuerin des Vorhabens gibt zu dem Arbeitsbericht eine schriftliche Stellungnahme ab, in der die bisher erbrachte Leistung bewertet und die Durchführbarkeit innerhalb der Regeförderdauer eingeschätzt wird.

Zur Beantragung einer Verlängerung im Ausnahmefall über die Regelförderdauer hinaus (Fördermonate 25 bis 30 bzw. 31 bis 36) ist zusätzlich ein weiteres Gutachten einzureichen.

Vorgaben Arbeitsbericht:

  • Umfang ca. 5 -10 Seiten
  • Der Antrag soll selbsterklärend und ohne den ursprünglichen Antrag verständlich sein
  • Gliederung:
  1. Einführung in das Thema/ Zielstellung des Vorhabens (maximal 1 Seite)
  2. Darstellung der bisherigen Ergebnisse in Gegenüberstellung zur Planung/der Konzeption im ursprünglichen Antrag
  3. Begründung/ Diskussion der Abweichungen zum ursprünglichen Plan
  4. Zeit- und Arbeitsplan als Balkenplan (ursprünglicher Arbeitsplan sowie Veränderungen)
  5. Veröffentlichungen
Berichts- und Auskunftspflichten

Berichts- und Auskunftspflichten

Nach Beendigung der Förderung hat der Stipendiat oder die Stipendiatin der Vergabekommission eine schriftliche Bestätigung des Fachbereichs oder der Hochschule darüber vorzulegen, dass er oder sie die wissenschaftliche oder künstlerische Arbeit eingereicht hat.

Kann der Stipendiat oder die Stipendiatin die Arbeit nicht einreichen, so hat er oder sie die Gründe hierfür darzulegen und sich zum beabsichtigten Fortgang der Arbeit zu äußern. In diesem Fall hat der Stipendiat oder die Stipendiatin bis zur Einreichung der Arbeit, höchstens aber bis zum Ablauf von drei Jahren nach Abschluss der Förderung, jährlich der Vergabekommission zu einem von ihr festgesetzten Termin schriftlich über den Stand der Arbeit zu berichten. Die Betreuer oder die Betreuerin des wissenschaftlichen oder künstlerischen Vorhabens nehmen zu den Berichten jeweils Stellung.

Kommt der Stipendiat oder die Stipendiatin seiner oder ihrer Berichtspflicht nicht nach, kann die Vergabekommission das Stipendium ganz oder teilweise zurückfordern.

Erwerbstätigkeit und Stipendium

Erwerbstätigkeit und Stipendium

Mit der Förderung vereinbar ist

  • eine dem Vorhaben dienliche vergütete Mitarbeit in Forschung und Lehre an der Hochschule von bis zu 10 Stunden wöchentlich oder
  • einer Erwerbstätigkeit (außerhalb der Universität) von bis zu 5 Stunden wöchentlich.

Jede Erwerbstätigkeit neben dem Stipendium ist der Hochschule mitzuteilen. Bitte senden Sie dazu das Formular zur Anzeige der Erwerbstätigkeit* in Papierform oder per E-Mail (Scan mit Unterschrift) an den angegebenen Kontakt.

*Das Formular ist nach dem Abspeichern beschreib- und speicherbar.

 

Sozialversicherungspflicht, Steuerpflicht, Mitgliedschaft in der Hochschule

Sozialversicherungspflicht, Steuerpflicht, Mitgliedschaft in der Hochschule

 

Mitgliedschaft der Stipendiaten in der Hochschule

Stipendiatinnen und Stipendiaten nach dem Landesgraduiertenförderungsgesetz (LGFG M-V) sind Mitglieder der Hochschule, weil sie ein wissenschaftliches Vorhaben verwirklichen, für das sie eine Zuwendung für ihren Lebensunterhalt bekommen. Mit dem Zeitpunkt der Bewilligung dieser Zuwendung wird ein Stipendienrechtsverhältnis zwischen der Hochschule, der Stipendiatin oder dem Stipendiaten begründet, während dem sie mit Zustimmung der Hochschulleitung ein wissenschaftliches Vorhaben an der betreffenden Hochschule umsetzen (§ 50 Abs. 2 Nr. 2 des Landeshochschulgesetzes (LHG M-V).

Krankenversicherung und Pflegeversicherung

Im Unterschied zu einem wissenschaftlichen Beschäftigungsverhältnis sind die Stipendiatin und der Stipendiat nicht pflichtversichert im Sozialversicherungsrecht. Sie müssen sich für den Krankheits- oder Pflegefall in der gesetzlichen Kranken- oder Pflegeversicherung freiwillig versichern, um den sozialversicherungsrechtlichen Schutz im Krankheits- oder Pflegefall nicht zu verlieren  (§ 10 Absatz 2 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V)

Für die Bemessung des Krankenversicherungs- und des Pflegeversicherungsbeitrages in einem Stipendienrechtverhältnis wird der monatlich gezahlte Stipendienbetrag in voller Höhe als wiederkehrende Einnahme  der Beitragsbemessung zu Grunde gelegt. (§240 Absatz 4 Satz 1 SGB V) Es kann der ermäßigte Beitragssatz gelten. Mit diesem Beitrag können auch Familienangehörige, wie der Ehepartner und die Kinder mit versichert sein. Rechtsverbindliche Auskünfte erteilen alle Filialen der gesetzliche Krankenversicherungen vor Ort.

In der privaten Krankenversicherung und in der privaten Pflegeversicherung bestimmt sich die Höhe des monatlichen Beitrages nach dem Vertrag mit dem privaten Versicherungsunternehme und nach dem Gesundheitsrisiko der Stipendiatin / des Stipendiaten im Krankheits- und Pflegefall. Ehepartner und Kinder sind nicht mitversichert. Für sie bedarf es eines extra zu schließenden Versicherungsvertrages, um den Schutz auf Familienangehörige zu erweitern. Rechtsverbindliche Auskünfte erteilen alle Filialen der privaten Krankenversicherungen vor Ort.

Arbeitslosenversicherung

Arbeitslosenversicherungsbeiträge werden während der Stipendienförderung nicht abgeführt, weil das Stipendium kein Beschäftigungsverhältnis im Sinne der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch -Drittes Buch. (SGB III) ist. Rechtsverbindliche Auskünfte erteilt die örtliche Arbeitsagentur.

Rentenversicherung

Während eines Stipendiums werden Beiträge zur Rentenversicherung nicht gezahlt, weil das Stipendienrechtsverhältnis kein Beschäftigungsverhältnis im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen nach dem Sozialgesetzbuch -Sechstes Buch- (SGB VI) ist.

Kindergeld

Während der Stipendienförderung wird ein Familienzuschlag nach dem LGFG M-V gezahlt. Ob Kindergeldanspruch nach anderen gesetzlichen Vorschriften besteht, muss bei der zuständigen Familienkasse erfragt werden.

Steuerrecht

Nach den derzeit geltenden gesetzlichen Bestimmungen des Einkommensteuerrechts ist ein Stipendium steuerfrei (§ 3 Nr. 44 des Einkommensteuergesetzes -EStG-). Eine verbindliche Entscheidung unter Berücksichtigung der übrigen Einkommen der Stipendiatin oder des Stipendiaten trifft das für den Wohnort der Stipendiatin / des Stipendiaten zuständige Finanzamt.

 


Vergabekommission für die Landesgraduiertenförderung

Die Vergabe der Stipendien und Sachkostenzuschüsse obliegt der Universität als Auftragsangelegenheit. Sie untersteht dabei der Fachaufsicht des Bildungsministeriums.

Die Feststellung, ob im Einzelfall die Qualifikation des Antragstellers und die Förderungswürdigkeit seines Vorhabens vorliegen, trifft die Vergabekommission der Universität unter Mitwirkung der zuständigen Fakultäten. Die Entscheidungen der Vergabekommission unterliegen der Rechtsaufsicht des Bildungsministeriums.

Der Vergabekommission gehören an:

  • die Rektorin/der Rektor oder in ihrer/seiner Stellvertretung eine Prorektorin/ein Prorektor als Vorsitzende/Vorsitzender der Vergabekommission,
  • mindestens zwei Professorinnen/Professoren,
  • eine wissenschaftliche oder künstlerische Assistentin/ein wissenschaftlicher oder künstlerischer Assistent oder eine wissenschaftliche oder künstlerische Mitarbeiterin/ein wissenschaftlicher oder künstlerischer Mitarbeiter oder eine Lehrkraft für besondere Aufgaben,
  • eine graduierte Studentin/ein graduierter Student.

Die Mitglieder der Vergabekommission werden vom Akademischen Senat der Universität gewählt. Für jedes Mitglied wird ein Vertreter/eine Vertreterin gewählt. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt zwei Jahre, die des studentischen Mitgliedes beträgt ein Jahr. Wiederwahl ist zulässig.

Mitglieder der Vergabekommission

Name Fakultät
Prof. Dr. Ursula Götz Philosophische Fakultät
Prof. Dr. Rüdiger Köhling Universitätsmedizin
Prof. Dr. Hendrik Schubert Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Prof. Dr. Kerstin Thurow Fakultät für Informatik und Elektrotechnik
Dr. Klaus-Michael Bull Theologische Fakultät
Elena Putscher Universitätsmedizin

Stellvertretende Mitglieder der Vergabekommission

Name Fakultät
Prof. Dr. Astrid Bertsche Universitätsmedizin
Prof. Dr. Kilian Gericke Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
Prof. Dr. Bernd Lennartz Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät
Prof. Dr. Rainer Schüssler Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Lilian Sophie Szych Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Kontakt

Prorektor für Forschung und Wissenstransfer (PFT)

Prof. Dr. rer. nat. Udo Kragl

Büro: Universitätsplatz 1, 18055 Rostock, Raum 125

Tel.: +49 (0) 381 498 1002
Fax: +49 (0) 381 498 1006
pft(at)uni-rostock.de

 

Ansprechpartnerin:

Susanne Engler

Universitätsplatz 1, Raum 122
18055 Rostock

Tel.: +49 (0) 381 498 1026
landesgraduiertenfoerderung(at)uni-rostock.de