AG Gender und Queer Studien (Gender / Queer AG)

© Stefanie Dill, 2019.

Die AG Gender und Queer Studien ist eine von Student*innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen verschiedener Fachdisziplinen und Verwaltungsangestellte*n initiierte Arbeits- (AG) und Forschungsgruppe. Seit 2013 widmet sich die AG den interdisziplinären Gender und Queer Studien nicht nur in der Forschung, sondern auch in verschiedenen (Lehr-)Veranstaltungsformaten, in künstlerischer Praxis und Ausstellungen sowie in hochschul- und regionalpolitischen Kontexten. Grundlage der Arbeit der AG ist die Fragestellung, wie Gender und sexuelle Vielfalt im Zusammenhang mit anderen sozialen Einflussgrößen verhandelt werden.

Besondere Ausgangsbedingungen in sozialen Strukturen verstehen (gesellschaftliche Analyse), beleuchten wie soziale Differenzkategorien entstehen und funktionalisiert werden (kulturelle Analyse) und gegen diese Kategorisierung systeminhärent etwas zu verändern (Agieren/Intervenieren).

Mit Gender – und das heißt nicht nur Fraue*nforschung/Geschlechterforschung – fragen wir, wie Geschlecht und Geschlechtsidentitäten im Zusammenhang mit vielen anderen sozialen Einflussgrößen (Klasse, Rasse, Nationalität, etc.) konstruiert werden.

Queer ist bei uns nicht nur ein Synonym für schwul-lesbische Identitäten, sondern umfasst sowohl Trans*-, Inter*- und Bisexualität sowie andere nicht-heteronormative Geschlechtsidentitäten und Sexualitäten. Darüber hinaus verstehen wir queer als ein hinterfragendes, herrschaftskritisches und engagiertes Konzept, mit dessen Hilfe ausgrenzende Normen, Hierarchiebildungen und Systeme/Diskurse reflektiert werden können.

Aktuelles

Workshop: Außer Rand und Bündchen - Sexismen in der globalen Produktion

Nachholtermin: 03.03. // 16:00 - 18:30 Uhr // Ulmenstrasse 69, Haus 1, Raum 025

Ob T-Shirt, Schuh oder Wintermütze: Über den Weg der Waren hinaus, wollen wir uns Zusammenhänge von Arbeitsbedingungen, Sexismus, Materialien, Marketing bis zur Kaufentscheidung und weitere Details anschauen. Im Workshop der Konsum Global Rostock Initiative geht es um Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wir wollen gemeinsam verstehen, wie der eigene Konsum global verstrickt ist, süße wie bitteren Konsequenzen für Lebewesen und Welt erfassen. Und daraus machbare Ansätze finden (lokal) positiv zu verändern, am Beispiel von Textilien, aber nicht nur.

Der Workshop richtet sich an alle Interessierten und Personen, die im pädagogischen Bereich tätig sind. Eine Anmeldung bis 28.02.2020 bei  d.kohlenbergersoziale-bildungorg ist hilfreich, um die Methoden sowie den Raum entsprechend der Gruppengröße zu gestalten.

Vortrag: Antisemitismus und Antifeminismus im Rechtsterrorismus

23.04. // 18:00 Uhr // Ulmenstr. 69, Haus 1, SR 025 (barrierefrei erreichbar)

Antisemitische und antifeministische Ressentiments sind sowohl eng miteinander als auch mit einer verschwörungsideologischen Weltsicht verknüpft. Sie treten ineinander verschränkt auf, transportieren und ergänzen sich wechselseitig. Feminismus „verweibliche“ die Männer, verwehre den Frauen ihre natürliche Bestimmung, „frühsexualisiere“ die Kinder und gefährde dadurch das Wohl des „deutschen Volkes“ - so verlautbaren rechte Gruppen, Parteien und Attentäter. Im virtuellen Raum beschreiben verschwörungsideologische Blogs und Websites den Feminismus als Herrschaftsinstrument der „jüdischen Elite“, das zur Schwächung und letztlich zur Vernichtung des „deutschen Volkes“ eingesetzt werde.

Der Vortrag zeichnet die Verschränkungen von Antisemitismus und Antifeminismus, insbesondere im Rechtsterrorismus, nach. Er wird in Kooperation mit der AG Gender und Queer Studien der Uni Rostock organisiert und ist Teil des Programms der Langen Nacht der Wissenschaft.

Uni Rostock veröffentlicht Hinweise zu diskriminierungsarmer Sprache!

Wir freuen uns sehr, dass unter der Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement, apl. Prof. Meike Klettke, in enger Abstimmung mit der Kommission für Chancengleichheit und Vielfalt, ein Leitfaden mit Hinweisen für einen diskriminierungsarmen Sprachgebrauch an der Universität Rostock veröffentlicht worden ist. Darin sind auch Hinweise für eine gendersensible und sexuelle Vielfalt anerkennende Gestaltung von Sprache zu finden.

Die erstellten Materialien findet ihr in der Diversity Toolbox unter dem Punkt Sprache und Bilder.

Änderungen von Vornamen und Geschlecht in StudIP und ILIAS

Um Diskriminierungen und Zwangs-Outings entgegenzuwirken, besteht die Möglichkeit, euren Vornamen und die Angabe zum Geschlecht gemäß des Ergänzungsausweises in den universitätsinternen Systemen Stud.IP und ILIAS anzeigen zu lassen. Solltet ihr Fragen zum Verfahren haben oder diese Möglichkeit nutzen wollen, könnt ihr euch direkt an die Prorektorin für Internationales, Gleichstellung und Vielfaltsmanagement (piuni-rostockde) wenden!